Berlin - Im Starthaus von Beaver Creek hatte Dominik Schwaiger mehr als nur den Zielhang im Visier. Platz elf stellte ihn nicht zufrieden. „Leider knapp an der Acht vorbei“, konstatierte der 30-Jährige vom Königssee. Um 0,15 Sekunden verpasste er den achten Platz und damit die direkte Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Peking. Weil der Super-G am Sonntag dem starken Wind zum Opfer fiel, kommt die nächste Gelegenheit erst in Gröden in zwei Wochen.

Als Elfter auf der „Birds of Prey“-Piste im US-Bundesstaat Colorado hat er immerhin die halbe Norm eingefahren. Die deutschen Athleten müssen im Weltcup einmal unter die Top Acht oder zweimal unter die Top 15 fahren, um sich für Peking zu qualifizieren.

Sofia Goggia gewinnt beide Abfahrten und den Super-G

Kira Weidle aus Starnberg raste mit der Startnummer 1 beim Weltcup in Lake Louise auf Rang sieben und qualifizierte sich im zweiten Abfahrtsrennen der Saison für Olympia, nachdem sie am Vortag in Kanada enttäuscht über den 10. Platz gewesen war. „Wir haben auf ein bisschen mehr Schnee gehofft, dass es am Anfang noch besser ist. Aber eins ist natürlich immer so ein bisschen eine Lotterie“, sagte die 25-Jährige. Im Super-G am Sonntag wurde sie 25.

Die einzige Speedspezialistin mit dem Niveau für Spitzenplatzierungen im deutschen Team konnte jedoch wie alle anderen der überragenden Sofia Goggia nicht das Wasser reichen. Die Italienerin gewann beide Abfahrten und den Super-G am Sonntag.