Für ihn geht die Bundesliga-Debatte in die falsche Richtung: Timo Perthel vom 1. FC Magdeburg.
Imago Images

BerlinKrisen erfordern neue Wege, neue Lösungen, gute Diskussionen. Für eine sportliche Aufstiegslösung in der Regionalliga-Nordost  hat sich der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) vier Szenarien ausgedacht. Eines davon: ein Viererturnier zwischen den Klubs von der Tabellenspitze Energie Cottbus,  VSG Alt-glienicke, Hertha BSC II und Lok Leipzig. 

Spielort soll das Erfurter Steigerwaldstadion sein. Am 30. Mai würden im ersten Halbfinale Cottbus und Altglienicke aufeinander treffen, danach Lok und Hertha. Zwei Tage später soll ebenfalls in Erfurt das Finale stattfinden (live im MDR). Eine Entscheidung, ob es so oder anders (Saison wird weitergespielt, abgebrochen oder in Play-offs entschieden) weitergeht, könnte am 6. Mai fallen, wenn der NOFV zu seiner nächsten Videokonferenz zusammentritt.

Während drei Vereine das Szenario befürworteten, fühlt sich Leipzig benachteiligt. Lok ist immer noch nicht im Trainingsbetrieb zurück, während Cottbus seit 21. April trainiert. Weitere Voraussetzungen sind die Fortsetzung der Dritten Liga und die Zustimmung der Politik. Außerdem müsste der NOFV seine Satzung kurzfristig ändern.

Derweil will Timo Perthel vom 1. FC Magdeburg momentan nicht an Fußball denken und kritisiert Pläne zu Saisonfortsetzungen scharf. „Könnten mal alle klarkommen und erkennen, dass das Schwachsinn ist?! Wir gehen mit Masken einkaufen, dürfen Bekannte und Freunde nicht besuchen, Kindergärten und Schulen sind dicht und jeden Tag liest man nur den Schwachsinn von der Hoffnung, dass die Bundesliga wieder startet“, schrieb Perthel in einer Instagram-Story.

Der Club des 31-Jährigen zählt in der Dritten Liga zu jenen, die die Spielzeit nicht fortsetzen wollen. Aus Perthels Sicht geht die Debatte in Deutschland in die falsche Richtung. „Wacht endlich mal auf und überlegt lieber mal, wann der normale Bürger wieder arbeiten gehen kann, damit er nicht pleite geht und seine Familie noch ernähren kann“, schrieb der Abwehrspieler. „Fußball ist nicht wichtig in dieser Zeit.“