Spa-Francorchamps - Momentaufnahme oder Wachablösung? Ist Charles Leclerc ab sofort die Nummer eins bei Ferrari? Das ist die Frage, die im heißen Herbst die Formel 1 beflügelt. Der Triumph Leclercs beim Großen Preis von Belgien war jedenfalls nur möglich, weil Vettel mit dem von ihm einmal mehr ungeliebten roten Rennwagen den Puffer zu Weltmeister Lewis Hamilton und damit den Wasserträger für den jungen Teamkollegen spielen musste: „In gewisser Weise musste ich für Charles herhalten“, bestätigte der Heppenheimer nach seinen 44 zähen Runden, um dann knapp den „besonderen Tag“ zu würdigen und gleich wieder in den selbstkritischen Modus umzuschalten: „Er und alle anderen schienen den Grip gefunden zu haben, der mir gefehlt hat. Es war mir klar, dass ich in der Helferrolle bin und weniger mein eigenes Rennen fahren würde.“ Die Klarheit hatte er bereits nach der noch bitteren Qualifikationsniederlage, als dem Hessen sieben Zehntel Sekunden auf Leclerc gefehlt hatten. Und später, im Rennen, wurde es noch deutlicher nach der eindeutigen Ansage über Boxenfunk, er möge den Kollegen bitte wieder durchlassen, was er auf der Start- und Zielgeraden auch plakativ tat. So etwas setzt sich fest in einem Rennfahrergemüt.

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