Kommentar zur Nationalmannschaft: Applaus für Löw und Co.

Die deutsche Elf steht im Viertelfinale der EM in Frankreich. Angesichts der üblichen Turnier-Leistungen deutscher Nationalmannschaften in den vergangenen zehn Jahren (bzw.: in der Ära Joachim Löw), ist das keine Überraschung. Eher eine Beruhigung. Ein wenig wie bei einer Flugzeuglandung: Klatschen muss man nicht unbedingt für den Menschen im Cockpit. Man applaudiert ja auch nicht dem Busfahrer, der die nächste Haltestelle erreicht hat. Und der Politesse, die ein Auto aufschreibt, der applaudiert man eher auch nicht.

Dass im Flugzeug trotzdem immer wieder Leute klatschen, hat viel mit Erleichterung zu tun. Denn selbstverständlich wähnt man sich als Passagier eines Linienbusses nicht in Lebensgefahr, wenn man sich dem nächsten Halt nähert. Im Flugzeug ist das anders. Je nach persönlicher Konstitution liegt da ständig die Katastrophe in der Luft.

Doch obwohl der große Fußball selbstverständlich mehr ist als nur ein Spiel, geht es bei einer Begegnung, selbst wenn die in der K.o.-Phase einer EM stattfindet, in der Regel nicht um die Frage nach einer Katastrophe oder nicht. Dennoch gibt es eine, je nach persönlicher Konstitution, größere oder kleinere Sorge davor, dass die Leute da vorn ihren Job nicht ordentlich machen und im Falle dieser WM die Nationalmannschaft die Party verlässt, noch bevor sie richtig angefangen hat.

Doch die Deutschen sind elegant und sicher im Viertelfinale gelandet. Dafür: Applaus.