Publikum aus Pappe: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist für Geisterspiele gerüstet.
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Pro: Spielt wieder, doch zieht eure Lehren!

Berlin - Die Bundesliga beanspruche mit dem Wunsch nach einem Restart eine Sonderbehandlung. Diese Meinung ist dieser Tage weit verbreitet, bildet sich auch in mehr oder weniger repräsentativen Umfragen so ab. Weil dank freundlicher Unterstützung mächtiger Funktionäre der Eindruck entstanden ist, dass es der Branche alleine darum geht, vor allem so viele Millionen wie möglich ins Trockene zu bringen.

Abseits dieser Zaster-Diskussion sehnen sich die Fußballprofis, und nicht alle von ihnen sind geldverschlingende Monster, wie viele von uns danach, ihrem Beruf nachzugehen und somit eine gewisse Normalität in den Alltag zu bekommen. Es ist doch völlig legitim, dass sich eine Branche darum bemüht, im Rahmen der Möglichkeiten Arbeitsfähigkeit herzustellen. Ähnliches wollen ja auch die Kollegen der Sparten Basketball, Formel 1 und Co. erreichen. Und natürlich steht die Deutsche Fußball Liga (DFL) wie jedes Unternehmer in der Pflicht, den finanziellen Schaden so gering wie möglich zu halten. Dass Gastronomen, Künstler und viele andere von der Krise auch existenziell bedroht sind, ist schlimm. Aber daraus ergibt sich ja nicht, dass es anderen verboten ist, sich Gedanken darüber zu machen, der schwierigen Lage zu entkommen – zumindest ansatzweise.

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