Nanterre - Die französische Polizei hat den für alle Fußballaktivitäten gesperrten früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini nach mehrstündiger Vernehmung aus dem Gewahrsam entlassen. Der 63-Jährige sei von den Ermittlern intensiv zu Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar befragt worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Mittwoch. Nach seiner Freilassung habe Platini erschöpft gewirkt und gesagt: „Das hat lange gedauert, aber angesichts der Vielzahl an Fragen musste es lange dauern, da man mir Fragen zur EM 2016 (in Frankreich) gestellt hat, zur Weltmeisterschaft in Russland (2018), zur WM in Katar, zur FIFA.“

Letztlich sei „viel, viel Lärm um nichts“ gemacht worden, beklagte Platinis Anwalt William Bourdon laut AFP, nachdem sein Mandant kurz vor 1.00 Uhr nachts wieder auf freien Fuß gesetzt worden war. Neben dem einstigen Fußball-Nationalspieler vernahmen die Anti-Korruptions-Ermittler in Nanterre bei Paris laut französischen Medienberichten auch Sophie Dion, eine frühere Sport-Beraterin des Ex-Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy (2007 - 2012). Ebenfalls angehört, aber nicht formal in Gewahrsam genommen wurde demnach der frühere Élysée-Generalsekretär Claude Guéant, der unter Sarkozy diente.

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