Berlin - Trotz Serienmeister Bayern München sieht Union Berlins Präsident Dirk Zingler in der Fußball-Bundesliga einen spannenden Wettbewerb. „Jedes Spiel ist total schwer in der Bundesliga. Es kommt immer auf Kleinigkeiten an, auf eine Einzelaktion, einen ruhenden Ball“, sagte Zingler in einem Interview des Vereins. „Das macht für mich diese Liga eben nicht langweilig. Ich glaube, 75 Prozent der Anhänger von 90 Prozent der Clubs in der Liga ist es vollkommen egal, wer deutscher Meister wird.“

Nach der zehnten Meisterschaft von Bayern München in Serie gibt es erneut eine Debatte über den Wettbewerb in der Bundesliga. Vielen Fans in Köln oder Stuttgart oder Köpenick sei egal, wer den Titel hole, sagte Zingler, „wenn wir es nicht selber werden.“ Man habe eine „total spannende“ Liga. Bei vielen Teams sei vor der Saison offen, was sie erreichen könnten.

Union Berlin war in der vergangenen Saison in seiner dritten Bundesliga-Spielzeit zum zweiten Mal in den Europapokal eingezogen, diesmal die Europa League. Zur Rolle der Köpenicker in der Liga sagte der 57-Jährige: „Unser Einfluss in die Bundesliga hinein ist größer, als die sich alle gewünscht haben, weil alle wissen, dass wir die geringsten Ausgaben pro Bundesliga-Punkt haben.“

„Leiden kann uns keiner mehr“, scherzte Zingler. Der Applaus von außerhalb werde weniger. Der Verein sei sich aber treu geblieben, sagte Zingler. Trotzdem müsse er sich weiterentwickeln, sportlich und wirtschaftlich. „Wenn wir sportlich erfolgreich sind, müssen wir versuchen, aus diesem sportlichen Erfolg auch unsere Einnahmen zu steigern.“