Lanisek siegt - Geiger „sehr happy“ nach Platz sechs

Die deutschen Skispringer warten weiter auf den ersten Podestplatz des Winters. Bei der zweiten Weltcupstation zeigt sich ein Topspringer aber klar verbessert.

ARCHIV - Sprang in Finnland auf Platz sechs: Karl Geiger.
ARCHIV - Sprang in Finnland auf Platz sechs: Karl Geiger.Grzegorz Momot/PAP/dpa

Ruka-Aufwärtstrend ja, Podestplatz nein: Deutschlands Spitzenskispringer Karl Geiger hat sich nach dem verkorksten Auftakt bei der Saison-Premiere auf Schnee verbessert, aber auch in Finnland nicht in den Kampf um die ganz vorderen Plätze eingreifen können.

Mit zwei Sprüngen auf 139,5 Meter belegte der Oberstdorfer als bester Sportler aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher den sechsten Platz. Den Sieg sicherte sich bei rund minus zehn Grad im tief verschneiten Ruka der Slowene Anze Lanisek vor dem Österreicher Stefan Kraft und Piotr Zyla aus Polen.

„Wir haben uns hier ganz gut eingefunden und ich für meinen Teil habe jetzt wirklich die besten Sprünge gemacht seit Längerem“, sagte Geiger. „Der Trend geht definitiv in die richtige Richtung. Ich bin sehr, sehr happy mit dem Wettkampf.“

Beim ungewöhnlichen Weltcup-Auftakt auf Matten statt Schnee im polnischen Wisla hatten Geiger und die deutsche Mannschaft vor drei Wochen enttäuscht und die Top-Ten-Plätze verpasst. Im ersten von zwei Wettkämpfen war Geiger sogar nur 34. geworden.

Geiger: „Mega froh, das wir hier starten können“

Auch diesmal begann die Reise alles andere als optimal. Weil das Gepäck der deutschen Springer nicht rechtzeitig ankam, wurde die eigentlich für Freitag geplante Qualifikation verschoben und fand am Samstag unmittelbar vor dem Wettkampf statt. „Ich bin mega froh, dass wir hier haben starten können“, sagte Geiger mit Blick auf die Gepäck-Geschichte, die letztendlich noch halbwegs glimpflich ausgegangen war.

Außer dem 29 Jahre alten Geiger schaffte es allerdings kein weiterer Deutscher unter die besten zehn. Andreas Wellinger belegte als Zweitbester aus dem Team des Deutschen Skiverbands den 14. Platz. Markus Eisenbichler landete auf Rang 16. Dem 31-Jährigen gelang im ersten Durchgang zwar ein weiter Satz auf 142 Meter, die Landung war aber für eine Platzierung weit vorne nicht gut genug.

Eisenbichler ist nicht der einzige Spitzenspringer, der in der noch jungen Saison bislang nicht sein Leistungsvermögen abrufen kann. Für den zweimaligen Vierschanzentourneesieger Ryoyu Kobayashi läuft es in Anbetracht seines riesigen Potenzials richtig mies. Nach den Rängen 7 und 30 zum Auftakt in Wisla schied der Japaner diesmal sogar bereits nach dem ersten Durchgang aus und holte keinen Weltcup-Punkt. Gesamtführender bleibt der Pole Dawid Kubacki, der diesmal Vierter wurde.