Zum Fußballfan gereift: Herthas Investor Lars Windhorst, der 49,9 Prozent an der Profisparte von Hertha BSC erworben hat. 
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St. Petersburg, FloridaWenn das Bild stimmt, was sich Sportklubs gerne geben, und Hertha BSC so etwas wie eine Familie ist, dann war das wohl ein Familienausflug, den Lars Windhorst jetzt veranstaltet hat. Der Investor hat die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten während des Trainingslagers in Orlando, Florida, auf ein Boot eingeladen. Seine Mannschaft quasi. Zum Auftakt am Sonnabend,  als Tour zum Kennenlernen, auf die lockere Tour sozusagen. Ein paar Stunden habe der Termin gedauert, verriet Herthas Trainer Jürgen Klinsmann, und zwar war das an der Goldküste Floridas, in einem Ort namens St. Petersburg. 

Es gibt Steak und Gemüse

Steak mit Gemüse hat es im Hauptgang gegeben, Proteine, Vitamine und Ballaststoffe sind ja gut für Hochleistungssportler. Aber es ging natürlich nicht um Ernährungswissenschaft. „Es war einfach spaßig und relaxed und für die Mannschaft als Belohnung gedacht, weil die Arbeit, die sie hier machen, wirklich klasse ist“, sagte Klinsmann. Und weiter berichete der 55 Jahre alte Trainer über die Zusammenkunft mit Herthas Geldgeber: „Er hat sich einfach gefreut, die Spieler und uns als Gruppe kennenzulernen. Er ist in den letzten Monaten zum Fußballfan geworden."

Es ging jazuletzt auch zaghaft bergauf mit seinem Team. Platz zwölf zum Abschluss der Hinrunde wurde erreicht. Die Herthaner liegen nur noch einen Rang hinter dem Lokalrivalen 1. FC Union. Klinsmann sagte nun: "Es ist schön, wenn der Partner sagt: Ich bin auch um die Ecke, er ist schon seit zwei Wochen in Florida, diese Gelegenheit haben wir natürlich gern angenommen.“

Um die Ecke, also in Saint Petersburg, 170 Kilometer von Orlando entfernt, bestreitet Hertha am kommenden Donnerstag um 1.00 Uhr hiesieger Zeit ein Testspiel gegen den Bundesliga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt. Am 10. Januar kehren die Berliner in die Hauptstadt zurück.