Berlin - Der sportlich unerwartete Aufschwung des 1. FC Union Berlin löst bei Lars Windhorst als Geldgeber von Lokalrivale Hertha BSC keine Neidgefühle aus. „Mir zeigt es, wie schön emotional Fußball ist. Das ist positiv zu sehen, ärgert mich überhaupt nicht“, sagte Windhorst. Die Entwicklung der Eisernen nannte der 44-Jährige „beeindruckend“.

Eine gesunde sportliche Rivalität könne auch für Hertha BSC nützlich sein. „Es ist für Berlin und Deutschland ein absoluter Gewinn, dass wir hier zwei große Vereine haben, die in der Bundesliga spielen. Ich würde mich freuen, wenn das langfristig so bleibt, dass wir einen intensiven Wettbewerb haben“, sagte Windhorst, der am Dienstag den „Höhle der Löwen“-Investor Georg Kofler in Herthas Aufsichtsrat berief.

Union Berlin liegt nach 20 Spieltagen auf dem neunten Rang der Fußball-Bundesliga. Zwischenzeitlich waren die Köpenicker sogar Vierter und damit in der Champions-League-Region, die die Hertha mit ihrem Investor Windhorst perspektivisch erreichen möchte. Die sportliche Gegenwart sieht auf Platz 15 ganz knapp vor der Abstiegszone aber anders aus.