Berlin - Kurz hinter der Kurve schnappt die Falle zu. Die Schnauf-Falle, Aerosol-Falle, Corona-Falle. Gefühlt jedenfalls ist sie das, diese morgendliche Begegnung in einem Berliner Park. Gefühlt und gehört, weil sie sich pumpend und pustend nähert: ein vorwärts stampfender Gulliver in Neongelb, der all die joggenden Liliputaner um sich herum aus dem Weg zu atmen scheint. Links der Gegenverkehr, rechts ein Zaun und kein Entrinnen. Also Mund, Nase, Augen zu – und durch.

Covid-19 hat die Welt verändert, Sars-Cov-2, Corona, ein hochansteckendes Virus. Auch die Welt des Sports hat es erfasst, deutlich sichtbar bei den Profis. Fußballspiele finden vor leeren Rängen statt, Klubs führen Hygienekonzepte ein, ganze Ligen verordnen sich Programme gegen die Pandemie. Trotzdem schleicht sich Corona ein, setzt Spieler außer Gefecht, zwingt Mannschaften in Quarantäne, ungeachtet engmaschiger Tests und größter Vorsicht. Kein Wunder also, dass sich unter Hobbyathleten Zweifel regen. Mancher Jogger sorgt sich, dass er morgens auf schmalem Pfad im Park in die Falle tappen könnte.

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