Biathletin Laura Dahlmeier.
Foto: imago images/Sven Simon

BerlinUm es mit den Worten der ehemaligen Biathletin Laura Dahlmeier zu sagen: Ma mua ned Houchdeitsch sprichn, um beim ZDF zua arbadn. Dafür ist die 26-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen ja jetzt das beste Beispiel. Dahlmeier wird dem ZDF bei Übertragungen vom Biathlon als Expertin zur Hand gehen, dabei niemandem nach dem Mund reden, sondern wie gewohnt mit bayrischem Einschlag.

Erstmals kurz vor Weihnachten wird sie das tun beim Weltcup in Le Grand Bornand, Frankreich. Auch bei der WM im Februar in Antholz, Südtirol, steht Laura Dahlmeier mit Mikrofon am Start. Basst scho!

Zwar kommt langsam der Eindruck auf, dass sich das ZDF als Notaufnahmelager für frühere Hochleistungssportler sieht und daher zuletzt auch der Tennisspielerin Andrea Petkovic eine Anschlussverwertung im Sonntagsformat „Sportreportage“ in Aussicht stellte. Doch mit Laura Dahlmeier geht der Sender eine geradezu logische Symbiose ein. Im Kampf gegen Langeweile nämlich, die bei der Bayerin aufkam, nachdem sie zweimal Olympiagold, sieben WM-Titel und 33 Weltcuprennen gewonnen hatte. Sie hörte auf mit Biathlon, wechselte zum Berglauf und debütierte nun am vergangenen Sonnabend bei der WM in Argentinien über 42 Kilometer. Resultat: Platz 27. Herrschoftszeidn!

Sie wechselt sich ab mit Sven Fischer

Das ZDF wiederum bekämpft die programmbedingte Langeweile mit dem beliebtesten Dialekt der Deutschen. Bayrisch liefert sich in alljährlichen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Norddeutschen nach hanseatischer Art. Jeweils ein Drittel findet einen der beiden Dialekte am sympathischsten, doch zum Wintersport passt nun mal kein Hamburger. Moizeid!

Glück hat der ehemalige Biathlet und ZDF-Experte Sven Fischer. Er kann beruhigt weitermachen und sich künftig mit Dahlmeier abwechseln. Der 48-Jährige kommt aus Schmalkalden, spricht mithin Thüringisch, nicht Sächsisch, das den Umfragen zufolge hierzulande der unbeliebteste Dialekt ist. Oder mit den Worten von Laura Dahlmeier: Kruzitürkn no amoi!