Berlin - Unions Mittelfeldspieler Grischa Prömel konnte sich nach dem 2:2 (2:2) im Test gegen den FC Basel das Grinsen nicht verkneifen. Die Frage nach seinem Knie und seiner Belastungsfähigkeit  in Hinblick auf den Start in die Restsaison der Zweiten Bundesliga gegen den 1. FC Köln am Donnerstag (20.30 Uhr) war ja tatsächlich zweideutig geraten. Ob „untenrum alles okay“ wäre,  hatte die Frage eines Reporters jedenfalls gelautet, worauf Prömel antwortete, er werde gleich mal unter der Dusche nachsehen.   Und alle lachten.

Gegen den Schweizer Spitzenklub hatte sich der 24-Jährige zuvor in einer ansprechenden Form präsentiert. Keine Selbstverständlichkeit,  weil der ehemalige Hoffenheimer nach einer Knieblessur, die ihn in den letzten drei Spielen vor der Winterpause zum Zuschauen verurteilt hatte, erst während des Trainingslagers in Spanien wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war. Nun mangele es ihm  nur noch ein wenig an der „Spritzigkeit“, so  die Erkenntnis  nach seinen knapp 60 Minuten gegen den  FC Basel.

Trimmel wird drastisch

In der Gesamtschau offenbarte der 1. FC Union in der Generalprobe für den Ligaauftakt hingegen noch ein paar Abstimmungsprobleme in der Abwehr. „Die Gegentore waren viel zu einfach. Da  haben wir uns nicht gut angestellt“, klagte  Trainer Urs Fischer nach dem Kick gegen seine Landsleute, bei der aus seiner vermutlichen Startelf nur Rafal Gikiewicz (familiäre Gründe) und Florian Hübner (vorsorgliche Gründe) gefehlt hatten. Christopher Trimmel wurde noch drastischer: „Wenn da nicht alle richtig mitmachen, dann ist das Pressingverhalten  doch alles für den A ...“

Doch es war beileibe nicht alles schlecht vor dem Duell der Ligaballermänner (Köln: 47 Tore) gegen das Defensivbollwerk des Unterhauses (Union: 15 Gegentreffer). „In der Vorwärtsbewegung habe ich sehr gute Dinge gesehen“, stellte Fischer fest.

Mané deutet einiges an

Sebastian Polter merkt man  an, dass er die  komplette Vorbereitung bestreiten konnte. Er ist mehr drin im Spiel als unmittelbar nach seinem Comeback Ende September vergangenen Jahres. Suleiman Abdullahi kennt das Team  langsam besser, was er nicht nur bei seinem Sololauf vor Polters Ausgleich bewies.

Und dann war da ja noch  Zugang Carlos Mané – ein Versprechen in die Zukunft.  „Er ist ein Spieler, der mit seiner Geschwindigkeit den Unterschied ausmachen kann. Es ist fantastisch, dass es uns gelungen ist, ihn zu holen“, lobte  Trainer Urs Fischer das Management der Unioner.

Zumindest deutete der Portugiese  an, wie viel Potenzial  in ihm steckt. Auch ihm gefielen die ersten 30 Minuten mit den neuen Kollegen. „Ich hatte die beste Zeit meiner Karriere in Deutschland“, sagte Mané  im Rückblick auf sein  Engagement  beim VfB Stuttgart in der Saison 2016/17: „Ich bin einfach nur  glücklich, hier zu sein.“