London - Der Leichtathletik-Weltverband könnte sich britischen Medienberichten zufolge den neuen Regeln des internationalen Schwimmverbandes für Transmenschen anschließen.

Wie unter anderem die BBC und der „Mirror“ online berichteten, lobte World-Athletics-Präsident Sebastian Coe die Festlegungen der Fina und zeigte sich offen für Regeländerungen. Man sehe einen internationalen Verband, der sein Recht bei der Festlegung von Regeln, Vorschriften und Richtlinien geltend mache, die im besten Interesse seines Sports seien, sagte Coe BBC Sport.

„Das ist so, wie es sein sollte. Wir haben immer geglaubt, dass die Biologie das Geschlecht übertrumpft, und wir werden unsere Vorschriften weiterhin entsprechend überprüfen. Wir werden der Wissenschaft folgen“, sagte der zweifache 1500-Meter-Olympiasieger. Man werde weiter studieren und forschen und Beweise dafür zusammentragen, dass Testosteron eine Schlüsselrolle bei Leistungen spiele. Ende des Jahres solle das Exekutivkomitee des Leichtathletik-Weltverbandes das Thema diskutieren.

Die Fina hatte am 19. Juni neue Regeln für Transmenschen bei Schwimm-Wettkämpfen festgelegt. Danach dürfen sie nur an Frauen-Wettbewerben teilnehmen, wenn sie ihre Geschlechtsanpassung bis zum Alter von zwölf Jahren abgeschlossen haben. Die Fina hat zudem eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die an einer sogenannten „offenen“ Wettkampfkategorie arbeiten soll.

Das Thema hatte zuletzt vor allem im Zusammenhang mit der US-Amerikanerin Lia Thomas Aufmerksamkeit hervorgerufen. Sie war im März als erste Transfrau auf der höchsten Ebene des College-Sports Meisterin geworden.