Hertha BSC hat doch noch Grund zur Freude. Auf dem Rasen lief es zuletzt zwar nicht mit der Punktejagd, Fehlstart auf Platz 17 in der Bundesliga. Nach dem 0:3 bei Schalke 04 am vergangenen Wochenende konnte zumindest Manager Michael Preetz am gestrigen Montag einen Erfolg verbuchen. Am letzten Tag der Sommertransferperiode loste er den Dortmunder Marius Wolf, 24, auf Leihbasis für ein Jahr an die Spree.

In einem poppigem Video mit musikalischer Bass- und Trommel-Untermalung auf dem vereinseigenen Twitter-Kanal wurde die Nachricht verbreitet. Die Kamera verfolgte Wolf am Vormittag beim Medizincheck und am Nachmittag bei der Vertragsunterschrift. Wolf sagt über seinen Wechsel Sätze, die branchenüblich sind: „Für mich geht es in den ersten Tagen darum, die Mannschaft schnell kennenzulernen und ein Gefühl für alles zu entwickeln. Ich möchte der Mannschaft so schnell wie möglich helfen.“
Ungewöhnlich wird für ihn aber erst mal die Situation beim Hauptstadtklub sein. Bei Dortmund roch es überall nur so nach Erfolg, mit seinem vorherigen Klub Eintracht Frankfurt stürmte er 2017/18 noch sensationell in die Europa League. Bei Hertha wird er erst mal auf Mitspieler treffen, die einen Fehlstart verdauen müssen. Den ersten Kennenlernkurs macht Wolf heute beim Kieztraining beim SSC Teutonia in Spandau.

Konkurrenzkampf auf Rechts

„Wir haben noch einen Spieler gesucht, den wir variabel einsetzen können. Mit Marius Wolf bekommen wir einen Spieler, der mit seiner nachgewiesenen Dynamik, Flexibilität und Mentalität unsere Möglichkeiten noch erhöhen wird“, erklärt Preetz. Die Planspiele sind klar: Wolf kann als rechter Außenverteidiger oder als rechter Flügelstürmer spielen. Momentan ist Lukas Klünter, 23, als rechter Außenverteidiger gesetzt und Peter Pekarik, 33, Ersatzmann. Mit Wolf gibt es jetzt auf der Position ein echten Konkurrenzkampf.

Wolf stürmt aber auch vorne. Damit kann er 20-Millionen-Einkauf Dodi Lukebakio, 21,  ersetzen, falls dieser ausfällt oder als Mittelstürmer spielt. Trainer Ante Covic hat eine Option mehr. Das Team ist komplett, jetzt fehlen nur noch die Punkte in der Bundesliga.