Berlin - Mit sechs Torvorlagen hat NHL-Star Leon Draisaitl beim 8:5 der Edmonton Oilers gegen die Ottawa Senators eine persönliche Bestleistung aufgestellt und Erinnerungen an Eishockey-Legende Wayne Gretzky geweckt. Davon wollte der deutsche „Sportler des Jahres“ danach aber gar nichts wissen. „Sechs Punkte sind super, schön, freut mich ganz arg, aber im Endeffekt sind die zwei Punkte viel wichtiger“, sagte der 25 Jahre alte Kölner am Sonntagabend nach dem fünften Saisonsieg der Oilers in der nordamerikanischen Liga.

Gretzky war nach Liga-Angaben am 9. April 1987 der bislang letzte Oilers-Profi, dem sechs Vorlagen in einem Spiel gelangen. Der jetzt 60-Jährige schaffte zwischen 1980 und 1986 sogar dreimal sieben Assists, er stellte damit jeweils den NHL-Rekord von Billy Taylor senior von den Detroit Red Wings aus dem Jahr 1947 ein.

Schon nach acht Sekunden gab Draisaitl seine erste Vorlage, als Nationalmannschafts-Kollege Dominik Kahun zum 1:0 traf und seinen zweiten Saisontreffer verbuchte. Auch Talent Tim Stützle traf für Ottawa zum zweiten Mal in dieser Saison und verkürzte zum zwischenzeitlichen 4:8 aus Sicht seiner Senators, war nach dem Spiel aber sauer.

Ottawa-Profi Tim Stützle sauer

„Wenn wir acht Tore kassieren, können wir kein Eishockey-Spiel gewinnen meiner Meinung nach. Je mehr ich spiele und je öfter ich den Puck bekomme, desto mehr Selbstbewusstsein habe ich. Aber acht Gegentore sind nicht akzeptabel“, sagte er.

Zum ersten direkten Duell mit Draisaitl sagte Stützle: „Man kann nicht wirklich sagen, dass es Spaß gemacht hat – er hatte sechs Punkte heute. Da macht es nicht viel Spaß gegen ihn.“ Mit nun 15 Vorlagen führt Draisaitl diese Kategorie in der NHL an.

Tobias Rieder blieb beim 3:5 der Buffalo Sabres gegen die New Jersey Devils ohne eigenen Treffer. Torwart Thomas Greiss verlor mit den Detroit Red Wings 2:3 gegen die Florida Panthers, Keeper Philipp Grubauer stand beim 3:4 nach Verlängerung der Colorado Avalanche gegen die Minnesota Wild nicht auf dem Eis.