Paris - In der französischen Ligue 1 ist das Fußball-Derby zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille (1:2) am Mittwochabend für etwa zehn Minuten unterbrochen worden. Anhänger von Nizza hatten gegen die Gäste und deren Fans gerichtete homophobe Spruchbänder ausgerollt.

Schiedsrichter Clement Turpin schickte die Spieler daraufhin in die Kabinen und drohte mit dem Abbruch der Partie. Frankreichs Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlene Schiappa, begrüßte auf Twitter die Entscheidung des FIFA-Schiedsrichters, „dessen Engagement für den Respekt im Fußball bekannt“ sei.

Große Rivalität zwischen Marseille und Nizza

Zwischen den Fanlagern der Klubs aus Südfrankreich herrscht seit vielen Jahren große Rivalität. Die Liga-Verantwortlichen hatten die ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzte Partie des dritten Spieltags auf Mittwoch verlegt, weil die französische Polizei durch den zeitgleich stattfindenden G7-Gipfel in Biarritz ausgelastet war.

Bei Marseilles erstem Saisonsieg trafen Dario Benedetto (31.) und Dimitri Payet (73./Foulelfmeter), Nizzas Wylan Cyprien (63.) gelang ebenfalls per Foulelfmeter der zwischenzeitliche Ausgleich. (sid)