Beim FC Barcelona wird derzeit schmutzige Wäsche gewaschen. Einer der Leidtragenden: Lionel Messi.
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BarcelonaEine Schmutzkampagne gegen Lionel Messi? Böse Gerüchte über Pep Guardiola? Der katalanische Fußballklub FC Barcelona hat gerade mit einer Affäre namens Barçagate zu kämpfen. Aus Protest gegen den Präsidenten Josep Bartomeu sind sechs Direktoren des Spanischen Meisters zurückgetreten, darunter die Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas. In einem am Karfreitag in verschiedenen Medien abgedruckten Brief forderten sie unter anderem Neuwahlen. 

Es herrsche "Ernüchterung über die unglückliche Episode in sozialen Netzwerken, durch die wir erst von der Presse erfahren haben", schrieben die zurückgetretenen Funktionäre und bezogen sich damit auf Barçagate.

Wurden Messi und Guardiola diffamiert?

Bei der Affäre geht es eine mutmaßliche Verleumdungskampagne Bartomeus. Er soll ohne Wissen der Vereinsführung ein Unternehmen für viel Geld damit beauftragt haben, derzeitige und frühere Spieler - darunter Weltfußballer Lionel Messi und der frühere Barça-Coach Pep Guardiola - in sozialen Medien negativ darzustellen und zu diffamieren. Ziel war es, die Klubführung in den Augen der Öffentlichkeit zu stärken. Der Skandal habe bei vielen Direktoren "das Fass zum Überlaufen gebracht", schrieb am Karfreitag die Zeitung Sport.

Aber auch das Management in der Corona-Krise wurde von den abgetretenen Direktoren mit Unmut verfolgt. Sie seien weder mit der Handhabung der Krise noch mit den Szenarien, die sich für die Zeit nach der Pandemie abzeichneten, einverstanden, hieß es. Dabei geht es auch um die Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht der Profis.

Ter Stegen und Kollegen akzeptieren Gehaltsverzicht

Das Team von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen hatte Ende März wegen der Corona-Krise einen vorübergehenden Gehaltsverzicht von 70 Prozent akzeptiert. Auch dabei hatte die Vereinsspitze offenbar versucht, die Spieler schlecht dastehen zu lassen. Messi sah sich gar zu einem Statement veranlasst, in dem er betonte, die Mannschaft habe sich der Gehaltskürzung gar nicht widersetzt. «Es überrascht uns, dass es innerhalb des Clubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin tun wollten», betonte der Argentinier.