Lionel Messi und Argentinien sportlich mit dem Rücken zur Wand: WM-Aus droht!

Es wäre eine fußballerische WM-Katastrophe für den Superstar: Lionel Messi könnte mit Argentinien gegen Mexiko vorzeitig ausscheiden.

Lionel Messi wäre mit Argentinien bei einer weiteren Niederlage vorzeitig ausgeschieden.
Lionel Messi wäre mit Argentinien bei einer weiteren Niederlage vorzeitig ausgeschieden.AP/Ebrahim Noroozi

Der „Zauberfloh“ und sein Team müssen liefern. Nach der sensationellen 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Saudi-Arabien geht es für Argentinien und Lionel Messi schon im zweiten Gruppenspiel um alles. Dabei zählten der Dribbelkünstler und die große Fußballnation vor dem Turnier zu den Favoriten.

Doch nun muss die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni zeigen, was in ihr steckt. Bei einer Pleite am heutigen Sonnabend (20 Uhr) gegen Mexiko ist Argentinien bereits sicher vorzeitig ausgeschieden. Dann ist es auch egal, wie das andere Gruppenmatch zwischen Saudi-Arabien und Polen (14 Uhr) ausgeht.

Für Messi könnte der Traum vom Gewinn einer Weltmeisterschaft damit endgültig platzen. Schließlich ist es unwahrscheinlich, dass er 2026 im Alter von dann 39 Jahren noch dabei ist. Das aktuell laufende Turnier ist daher seine voraussichtlich letzte Chance auf die Krönung einer großartigen Karriere, in der er nahezu alles gewonnen hat - bis auf eine WM. 

Deshalb ist der vierfache Champions-League-Sieger besonders motiviert, steht aber auch noch stärker unter Druck. Zudem dürfen er und seine Truppe Mexiko nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Polen keinesfalls unterschätzen. Die Spielstärke, gute Ausbildung und Einsatzfreude von „El Tri“ machen sie zu einem gefährlichen Gegner, bei dem mit Guillermo Ochoa ein Keeper im Tor steht, der bei Weltmeisterschaften gegen Spitzenteams gerne über sich hinauswächst.

So wie hier nach dem 1:0 gegen Saudi-Arabien möchte Lionel Messi am Sonnabend gegen Mexiko wieder jubeln - auch nach dem Abpfiff.
So wie hier nach dem 1:0 gegen Saudi-Arabien möchte Lionel Messi am Sonnabend gegen Mexiko wieder jubeln - auch nach dem Abpfiff.IMAGO/McManus

Lionel Messi und Argentinien müssen gegen Mexiko konsequenter spielen

Das weiß Messis Vereinskollege Neymar ebenfalls, der Ochoa bei der WM 2014 mit Brasilien nicht überwinden konnte. Für Argentinien kommt es nun darauf an, eine Reaktion auf die überraschende Auftaktniederlage zu zeigen. 

Die Klasse dafür ist im Kader definitiv vorhanden, denn neben „La Pulga“ finden sich hier beispielsweise in der Offensive mit Lautaro Martinez (Inter Mailand), Julian Alvarez (Manchester City), Paulo Dybala (AS Rom) und Angel Di Maria (Juventus Turin) mehrere weitere Weltklasse-Leute wieder. Die sollten sie nun allerdings auch abrufen und dürfen sich gegen Mexiko zu keinem Zeitpunkt zu sicher fühlen.

Gegen Saudi-Arabien war genau das der Grund für die Wende, denn neben der trügerischen 1:0-Führung erzielte die „Albiceleste “ drei Abseitstore, weshalb die individuell klar überlegenen Spieler offenbar dachten, dass ihnen der Kontrahent nicht wirklich gefährlich werden kann.

Lionel Messi (r.) spielte bereits mehrfach, so wie hier bei der WM 2010, gegen Mexiko.
Lionel Messi (r.) spielte bereits mehrfach, so wie hier bei der WM 2010, gegen Mexiko.AP/Guillermo Arias

Diese verständliche, aber gleichzeitig fahrlässige Denkweise müssen die Akteure aus ihren Köpfen verbannen. Gelingt das und ein Sieg gegen Mexiko, hat man das Weiterkommen in den eigenen Händen, denn am letzten Gruppenspieltag kommt es zum Duell mit Polen (30. November, 20 Uhr).

Mit zwei Erfolgen aus diesen beiden Partien wäre sogar noch Platz eins möglich, sofern Saudi-Arabien mitspielt. Für Messi wären ein erster Turniersieg und damit die weiterhin bestehende Chance auf den Titelgewinn eine wichtige Sache.