Berlin - Erst sprang Christian Streich voller Euphorie wild jubelnd über den Rasen, dann sprach er Matchwinner Woo-Yeong Jeong ein Sonderlob aus. Der 21-jährige Südkoreaner sei einfach „ein toller Kerle“, wie das Trainer-Urgestein des SC Freiburg in seinem unverkennbaren Dialekt sagte, „ein ganz toller Mensch, auch außerhalb vom Platz“.

Jeong sorgte mit seinen Treffern in Minute drei und neun beim packenden 3:2 (3:2) im Prestigeduell beim VfB Stuttgart schnell für klare Verhältnisse. Am Ende freuten sich die Breisgauer über den besten Bundesliga-Start der Klubgeschichte. Sieben Punkte in den ersten drei Spielen, das war den Freiburgern in 21 Spielzeiten zuvor nicht gelungen.

Für Jeong ging mit dem ersten Doppelpack im Trikot der Freiburger derweil ein Traum in Erfüllung. „Das Spiel war super für mich. Ich freue mich sehr, dass wir das Spiel gewonnen haben und ich zwei Tore erzielt habe“, sagte Jeong mit einem breiten Grinsen bei Sky.

Dabei war es eine glückliche Fügung, dass Jeong überhaupt von Beginn an auf dem Platz stehen durfte. Das Trainerteam habe erst am Freitagabend entschieden, von der Grundordnung so zu spielen wie beim 2:1 gegen Borussia Dortmund. „Das passt eigentlich nicht ganz, so wie der VfB spielt mit Dreierkette und den zwei Zehnern“, dozierte Streich. Dank Jeong passte es aber dann doch ganz gut. „Zum Glück haben wir das gemacht, sonst wäre vielleicht der Woo-Yeong draußen gewesen, wenn man ehrlich ist“, sagte der 56-Jährige.