Berlin - Die Bilanz der Regionalliga-Fußballer des Berliner AK seit der Winterpause, seit den vielen Corona-Erkrankungen und dem Weggang von Trainer André Meyer ist für den Klub wenig erfreulich: Acht Punkte aus neun Ligaspielen, nur sechs Tore – damit ist der Aufstieg in Liga drei wohl passé.

Doch damit nicht genug: Als die Platzwarte am Mittwochmorgen ins Poststadion kamen, entdeckten sie, was Vandalen mit Schaufeln oder anderem Gerät dort angerichtet hatten: durchpflügte Rasenflächen in den Strafräumen bis zu 30 Zentimeter tief, zerschnittene Netze in den Toren.

Vandalismus im Poststadion

„Das ist ganz klarer Vandalismus, ein Angriff auf den Berliner Fußball“, sagte der Sportliche Leiter Burak Isikdaglioglu dem RBB. Das zuständige Bezirks- und Grünflächenamt hat den Schaden begutachtet, die Polizei eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Während die U17 des BAK auf dem zerstörten Rasen 4:2 gegen den Friedenauer TSC gewann, ist das Regionalliga-Team froh, an diesem Freitag zunächst auswärts anzutreten – beim SV Tasmania im Stadion Lichterfelde (19 Uhr). Wobei die Tabellenbilanz beim Tabellenletzten Tasmania noch viel schlechter aussieht als beim Tabellensiebten BAK. Nur 16 Punkte aus 30 Spielen bei einem Torverhältnis von minus 53; der Abstieg für Tasmania ist so gut wie besiegelt.

An der Tabellenspitze dagegen hielt man sich beim BFC Dynamo nicht lange mit der Freude über den Patzer von Lok Leipzig gegen Altglienicke (1:3) im Nachholspiel auf. Denn BFC-Coach Christian Benbennek schielt nicht gern auf die Konkurrenz. Nach wie vor lautet sein Credo: auf sich selbst fokussieren. Und da kommt an den verbleibenden acht Spieltagen ein Hammerprogramm auf den Tabellenführer zu. Los geht es am Sonnabend in Chemnitz (14.05 Uhr/MDR).

Benbennek warnt vor der Aufgabe in Chemnitz

Es folgen Rathenow, Jena, Auerbach, Tennis Borussia, Fürstenwalde, Berliner AK und Altglienicke. Viermal muss sich der BFC mit einem Spitzenteam aus den Rängen zwei bis sieben duellieren. Da kann man schnell mal ausrutschen. Und Dynamo möchte es nicht auf den letzten Spieltag ankommen lassen, wenn es zur VSG Altglienicke geht.

Denn wozu das Team von Karsten Heine und Torsten Mattuschka fähig ist, hat ja gerade erst Lok erfahren müssen, die gegen den Rückrundenzweiten die erste Niederlage im zweiten Saisonabschnitt kassierten. „Das wird noch brutal schwer. In dieser Liga gibt es keine leichten Gegner. Im Hinspiel haben wir zum Beispiel nur einen Punkt gegen Optik Rathenow  geholt. Wir müssen jedes Spiel ernst nehmen. Die letzten beiden Partien haben es dann noch mal in sich“, sagte BFC-Torjäger Christian Beck dem Kicker. Sein Trainer Benbennek sieht das genauso. „Schon das Spiel in Chemnitz wird eine echte Aufgabe“, weiß der 49-Jährige.