Erst mal keinen Grund zur Nachdenklichkeit: Handball-Nationaltrainer Alfred Gislaon.
Foto:  dpa/Wolf

BerlinUngarn sowie die beiden Neulinge Uruguay und Kap Verde: Die deutschen Handballer waren bei der Auslosung für die WM im Januar 2021 in Ägypten mit der Glücksgöttin Fortuna im Bunde. Bundestrainer Alfred Gislason war mit dem Ergebnis jedenfalls ausgesprochen zufrieden. „Das ist eine sehr schöne Gruppe“, sagte der Isländer in einer Liveschalte bei Sportschau.de: „Ungarn war zuletzt stark bei der EM, Uruguay und Kap Verde kenne ich noch nicht.“

Auch DHB-Präsident Andreas Michelmann nahm das Ergebnis der Auslosung erfreut zur Kenntnis. „Bei allem Respekt vor Kap Verde und Uruguay: Wir müssen das Schlüsselspiel gegen Ungarn gewinnen, wenn wir in der Hauptrunde eine gute Ausgangsposition haben wollen.“

Derweil gab DHB-Vizepräsident Bob Hanning den Mahner: „Das ist nur auf den ersten Blick eine leichte Auslosung. Wer von hinten raus auf das Tableau schaut, weiß, dass wir in einem Viertelfinale auf Norwegen, Frankreich oder Portugal treffen könnten.“ Kapitän Uwe Gensheimer sieht seine Mannschaft ganz klar als Favoriten der Gruppe A: „Dieser Favoritenrolle wollen wir gerecht werden.“

Titelverteidiger Dänemark hat in der Gruppe D mit Argentinien, Bahrain und der Demokratischen Republik Kongo ebenfalls leichtes Spiel. WM-Finalist Norwegen mit Kiels Superstar Sander Sagosen kriegt es dagegen in Gruppe E unter anderem mit Ex-Weltmeister Frankreich zu tun, der bei der EM 2020 bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste und auf Wiedergutmachung aus ist.

Europameister Spanien trifft in der Gruppe B auf Tunesien, Brasilien und Polen, EM-Finalist Kroatien muss sich in Gruppe C mit Katar, Japan und Angola messen. Pikant ist die Zusammensetzung der Gruppe H mit Russland und Belarus.

Gespielt wird das Mammutturnier vom 14. bis 31. Januar in vier ägyptischen Städten, die Gruppen werden in den kommenden Tagen auf die Spielorte verteilt. Die 32 Mannschaften spielen in acht Gruppen, die jeweils Gruppenvierten scheiden nach der Vorrunde aus. Anschließend geht es in vier Sechsergruppen weiter, die Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Die Ziehung mit Gästen aus aller Welt auf dem Plateau der Pyramiden von Gizeh erfolgte im Anschluss an ein 90-minütiges zum Teil bombastisches Showprogramm mit einem abschließenden Feuerwerk über der Sphinx. Hassan Moustafa, der Präsident des Weltverbandes IHF, referierte in mehreren Sprachen unter anderem über das Hygiene- und Gesundheitskonzept während der WM.

„Gesundheit und Sicherheit sind die wichtigsten Aspekte, daher haben wir medizinische Experten in den verschiedensten Bereichen hinzugezogen, um ein vollständiges Konzept zu erarbeiten“, sagte Moustafa, treibende Kraft hinter der WM in seinem Heimatland.

Wie das Konzept für die 32 teilnehmenden Mannschaften konkret aussehen könnte, skizzierten die Organisatoren um Moustafa schon im Vorfeld der Auslosung: Maskenpflicht überall abseits des Spielfelds, Corona-Tests im 72-Stunden-Rhythmus, Quarantänebereiche in den Hotels.