Berlin - Das neue Hertha-Stadion soll im Olympiapark entstehen. Das teilte der Verein am Donnerstag mit.

Bis 2025 soll eine reine Fußballarena mit 55.000 Plätzen im Olympiapark errichtet werden – direkt neben dem jetzigen Olympiastadion. Der Bau des neuen Stadions soll "zu 100 Prozent privat finanziert" werden und "ohne, dass ein denkmalgeschütztes Gebäude betroffen wäre", sagte Präsident Werner Gegenbauer Donnerstag bei der Vorstellung einer ersten Standortanalyse.


Das Olympiastadion sei zwar für große nationale und internationale Highlights geeignet, für den Bundesligaalltag, der 95 Prozent des Spielbetriebs ausmache, sei es auf Dauer aber untauglich.

"Hertha BSC hofft, dass der Berliner Senat die Notwendigkeit eines Neubaus erkennt", hieß es in einer Presseerklärung des Vereins. "Hertha darf nicht seiner Zukunft beraubt werden, weil bislang keine Lösung für ein zu großes, denkmalgeschütztes Stadion gefunden wurde –  das Hertha BSC nicht gehört. Und für das wir seit 1963 viele Millionen Euro Miete bezahlen."

Der derzeitige Mietvertrag im Olympiastadion läuft im Jahr 2025 aus, bis dahin soll Herthas neue Fußballarena stehen. Darauf haben sich die Gremien des Vereins einstimmig verständigt.

Viele Standorte nach erster Prüfung aus dem Rennen

Das Architektur- und Planungsbüro Albert Speer + Partner (AS+P) hatte im Auftrag des Vereins über 50 mögliche Stadion-Standorte innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen Berlins auf ihre Eignung geprüft. Die wichtigsten Kriterien waren Größe der Fläche, Verkehrsanbindung, Nachbarschaft, Außenwirkung, Flächenverfügbarkeit, Konfliktpotential und Erschließung.

Das Ergebnis:Viele der Standorte, die auf den ersten Blick geeignet erscheinen, waren bereits nach der ersten Prüfungsrunde aus dem Rennen und auch die engere Auswahl möglicher Standorte reduzierte sich nach einer vertieften Analyse nochmals stark. 

"Der Olympiapark erfüllt die von Hertha BSC gesetzten und gewichteten Kriterien am besten", hieß es in der Standortanalyse. Als Alternative gilt der Brandenburg-Park in Ludwigsfelde, neun Kilometer südlich der Stadtgrenze Berlins. (BLZ)