CR7-Schlammschlacht geht weiter: Manchester United will Cristiano Ronaldo loswerden

Cristiano Ronaldo ätzte gegen seinen Klub. Jetzt kündigte Manchester United Konsequenzen an. Eine vorzeitige Trennung scheint unausweichlich.

Zwischen Cristiano Ronaldo und Manchester United stehen die Zeichen auf Trennung.
Zwischen Cristiano Ronaldo und Manchester United stehen die Zeichen auf Trennung.Andrew Yates/Zuma Press/dpa

Nach dem aufsehenerregenden TV-Interview von Cristiano Ronaldo hat Manchester United Konsequenzen angekündigt. Welche genau das sind, ließ der englische Premier-League-Klub aber vorerst offen.

„Manchester United hat heute Morgen angemessene Schritte als Reaktion auf Cristiano Ronaldos kürzliches Medieninterview eingeleitet“, hieß es in einer ungewöhnlich knappen Mitteilung auf der Website des Traditionsvereins. „Wir werden das nicht weiter kommentieren, bis dieser Prozess abgeschlossen ist.“

Nach Informationen der Nachrichtenagentur PA haben die „Red Devils“ ihre Anwälte eingeschaltet, um das Arbeitsverhältnis mit Ronaldo vorzeitig zu beenden, und dazu auch bereits Kontakt mit Vertretern des portugiesischen Nationalstürmers aufgenommen.

Demnach könne das heikle Interview, das nicht von Man United autorisiert wurde, einen Vertragsbruch darstellen, der eine Kündigung möglich mache. Da Ronaldo den Klub dem Vernehmen nach ohnehin verlassen will, gilt eine Kompromisslösung als wahrscheinlich. Der Vertrag Ronaldos bei den „Red Devils“ läuft im kommenden Sommer aus.

Cristiano Ronaldo teilte in einem TV-Interview gegen seinen Klub aus.
Cristiano Ronaldo teilte in einem TV-Interview gegen seinen Klub aus.OLI SCARFF

Cristiano Ronaldo warf Manchester United „Verrat" vor

Superstar Ronaldo, der sich mit Portugal momentan auf die Weltmeisterschaft in Katar vorbereitet, hatte in einem Interview mit dem britischen Starmoderator Piers Morgan den Klubverantwortlichen von Man United und Trainer Erik ten Hag „Verrat“ vorgeworfen und die Inhaberfamilie Glazer kritisiert.

Die Glazers interessierten sich nicht für den Verein, schimpfte der fünfmalige Weltfußballer in dem Interview, das beim Sender TalkTV an zwei Abenden ausgestrahlt wurde. Vor Trainer Ten Hag habe er keinen Respekt, weil dieser ihn auch nicht respektiere.

Nachdem erste Auszüge aus dem Interview veröffentlicht worden waren, hatte Man United mitgeteilt, man wolle erst alle Fakten analysieren, bevor man darauf reagiere. Dass der 37-Jährige, der im Sommer vergeblich versucht hatte zu wechseln, noch eine Zukunft im Old Trafford hat, ist nach den jüngsten Entwicklungen definitiv nicht zu erwarten.

„Ich weiß nicht, was nach der WM passieren wird. Aber wie ich schon einmal gesagt habe, die Fans werden immer in meinem Herzen sein. Und ich hoffe, dass sie zu mir halten, auch wenn ich zurückkehre oder wenn ich nicht zurückkehre“, sagte Ronaldo: „Es fällt mir schwer zu sagen, dass ich nicht zu Manchester United zurückkehren werde. Mal sehen, was passieren wird.“