Nach den Enthüllungen der dunklen Doping-Vergangenheit in der Bundesrepublik haben sich frühere DDR-Doping-Opfer für die Gründung eines Fonds für geschädigte Athleten aus dem Westen ausgesprochen. „Einen solchen Fonds für den Westen könnte ich mir gut vorstellen. Allerdings müssten wir erst einmal wissen, wie groß der Handlungsbedarf ist“, sagte Uwe Trömer, Vorstandsmitglied im Dopingopfer Hilfeverein DOH, am Montag.

Auch für die frühere DDR-Sprinterin und Anti-Doping-Aktivistin Ines Geipel würde ein Hilfsfonds West Sinn machen. „Wenn es Geschädigte im Westen gibt, muss man Ost und West zusammen denken“, sagte die 53-Jährige, die mit zur Einrichtung eines Fonds für DDR-Dopinggeschädigte beitrug. Geipel ist „heilfroh“, dass die Dopingstudie vorliegt. „Endlich werden die Fragen an den Sport erneuert“, meinte sie und fügte mit Blick auf die Doping-Praktiken in Ost und West: „Die Einheit hat es bereits Anfang der 70er Jahre gegeben.“ Dass es nach der Wende keinen Bruch gegeben habe, sei sehr traurig.

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