Berlin - Mit der Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte ist das ja immer so eine Sache. Während manche wie beflügelt gegen den ehemaligen Arbeitgeber aufspielen, verkrampfen andere, sogar erfahrene Profis, bereits beim Gedanken an ein Wiedersehen. „Da gibt es verschiedene Ansätze, wie man damit umgehen kann“, erklärt Bruno Labbadia. Herthas Cheftrainer weiß, wovon er spricht. Als Spieler war er in seiner Karriere für acht Profiklubs aktiv. „Das hat schon einen Ausschlag gegeben“, erinnert sich Labbadia gerne and die Duelle zurück: „Mich hat das eher motiviert.“ Sorgen, dass Herthas Matheus Cunha seine so ausgeprägte Spielfreude am Sonnabendnachmittag bei seinem ehemaligen Klub RB Leipzig nicht an den Tag legt, hat Labbadia nicht. „Matheus kehrt ja  das zweite Mal nach Leipzig zurück. Von daher könnte es entspannter für ihn sein.“

Bereits das erste Duell mit seinem alten Verein, bei dem er von Juni 2018 bis Januar 2020 unter Vertrag stand, aber kaum spielte, schien Cunha alles andere als Bauchschmerzen zu bereiten: Ohne Groll, aber mit dem Elan, es den ehemaligen Bossen beweisen zu wollen, schoss er beim 2:2 im Mai zwar kein Tor. Dafür war er wie so häufig in der turbulenten Rückrunde der Mann für die spielentscheidenden Momente. Mit seinen Tempodribblings sorgte er erst für den Platzverweis von Abwehrmann Marcel Halstenberg, dann holte er kurz vor Schluss einen Elfmeter heraus, der den Berlinern einen verdienten Punkt bescherte. Damit die Blau-Weißen in Sachsen erneut bestehen und nach zuletzt drei Niederlagen in Folge endlich wieder punkten, wird es mehr denn je auf den Brasilianer ankommen. 

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