Auf dem Weg nach oben: Maximilian Schachmann für die Weltmeisterschaft in Imola.
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ImolaAm Sonntag peilt der Berliner Maximilian Schachmann beim WM-Straßenrennen in Imola den Titel an. Etwas dagegen hat der 22 Jahre alte Tour-de-France-Sieger aus Slowenien: Tadej Pogacar hofft auf den seltenen Doppelschlag und will sich nach dem Gelben Trikot nun auch das begehrte Regenbogentrikot überstreifen. Dies war zuletzt Greg LeMond (USA) 1989 geglückt.

Das will Schachmann aber auch. Trotz aller Widrigkeiten macht er sich auf, erstmals seit Rudi Altig vor 54 Jahren den WM-Sieg nach Deutschland zu holen. Nach dem Schlüsselbeinbruch und den 3484 Kilometern durch Frankreich rechnet sich der 26-Jährige auf den brutalen 258,2 Kilometern gute Chancen aus. Nach dem schweren Unfall Mitte August bei der Lombardei-Rundfahrt sei seine Form zwar „einfach weggewesen“, wie er sagte. In den Bergen bei der Tour de France jedoch lief es wieder rund. Als Solist wuchs er auf der schwierigsten Etappe im Zentralmassiv über sich hinaus. Schachmann wurde erst kurz vor dem Ziel noch eingeholt.

Bauen darf Schachmann im Rennen rund um das legendäre Autodromo Enzo e Dino Ferrari auf starke Helfer im Team des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Etwa Simon Geschke. Der 34-Jährige bringt eine exzellente Form aus der Frankreich-Rundfahrt mit. „Er ist zurzeit sehr stark, auch am Berg. Auf den schweren Bergetappen ist er mehrmals konstant vorne mitgefahren. Er ist wertvoll für uns als Mannschaft“, sagte Schachmann.

Auf neun Runden erwarten die Fahrer jeweils zwei steile Anstiege, mit Rampen von bis zu 14 Prozent. Dass Schachmann genau solche Profile liegen, hat der stetige Arbeiter in diesem Jahr mit seinem Sieg bei Paris-Nizza gezeigt.

Doch nicht nur Schachmann setzt all seine Energie auf die Schlacht in der Emilia-Romagna. Auch Pogacar, der jüngste Tour-Sieger seit 116 Jahren, fokussiert sich ausschließlich auf die knapp sieben Stunden lange Tortur und ließ das Einzelzeitfahren am Freitag aus. „Ich bin bereit für ein hartes Rennen am Sonntag“, betonte er. Und so wird der Tour-Sieger am Sonntag wieder gejagt. Auch von Schachmann, der Geschichte schreiben will.