Michel wünscht sich Paderborn als nächsten Union-Gegner

Sven Michel durfte wie Timoteusz Puchacz mal wieder in der Startelf von Union ran. Der Angreifer überrascht dann mit seiner Präferenz für die nächste Cup-Runde.

Union-Torschütze Sven Michel (M) wünscht sich seinen Ex-Club Paderborn als nächsten Pokalgegner.   - Nutzung nur nach schriftlicher Vereinbarung mit der dpa
Union-Torschütze Sven Michel (M) wünscht sich seinen Ex-Club Paderborn als nächsten Pokalgegner. - Nutzung nur nach schriftlicher Vereinbarung mit der dpaAndreas Gora/dpa

Berlin-Der SC Paderborn ist eher ein ungewöhnlicher Wunschgegner im DFB-Pokal. Für Sven Michel wäre ein Duell gegen die Ostwestfalen aber eine Herzensangelegenheit.

Der Stürmer des 1. FC Union Berlin hatte die Eisernen gerade mit dem Tor zum 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim ins Achtelfinale befördert, da berichtete der Stürmer von seiner Präferenz für die nächste Runde. „Also, ich bin überglücklich, dass Paderborn weiter ist“, sagte der 32-Jährige. 

Michel, Pokal, Paderborn, Union? Da war doch mal was. Genau, 2020 im Dezember schoss er die Berliner beim 3:2 für den Zweitligisten aus Ostwestfalen mit einem Tore-Doppelpack aus dem Cup-Wettbewerb. Ein gutes Jahr später holte ihn Manager Oliver Ruhnert nach Köpenick.

Gewisser Reiz für Michel

Eine Neu-Auflage des Duells hätte für Michel also einen gewissen Reiz. Zumal er gute Chancen hätte, dann wieder einmal vorzuspielen in seiner unbefriedigenden Situation als Joker des Bundesliga-Tabellenführers. „Ich habe heute mein Los in den Topf geschmissen. Ich werde meine Einsatzzeiten kriegen und dann schauen wir weiter“, sagte Michel nach seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison. 

Gemeinsam mit dem ersten Torschützen Timoteusz Puchacz war er die Figur eines Abends der zweiten Garde bei den Eisernen. Die Rotation kann funktionieren, das war die gute Erkenntnis für Trainer Urs Fischer vor dem nächsten Bundesliga-Spiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) beim Schlusslicht VfL Bochum.  

Mit seinem Torjubel unterstrich Michel den Teamgedanken der Berliner. Das Trikot des dritten Torwarts Jakob Busk hielt er in die Höhe, ohne hinterher verraten zu wollen, warum. „Ein familiärer Hintergrund“, sagte Fischer ohne ins Detail zu gehen. Für Aufklärung sorgte Busk am Donnerstagmorgen mit einem Tweet selbst. Sein kleiner Sohn Carlo habe bereits zum dritten Mal operiert werden müssen. Eine schwere Zeit für die Familie. „Aus Liebe zu Jakob Busk“, kommentierte der Club bei Twitter die emotionale Szene.