Berlin - Am Sonntag wartet Hertha BSC mit einem Novum in der Vereinsgeschichte auf. Zum ersten Mal wird eine Mitgliederversammlung unter freiem Himmel ausgetragen. Das Coronavirus ist schuld, dass sich die treuesten Anhänger des Bundesligisten bei Herbstwetter in der Ostkurve des Olympiastadions treffen müssen. Im Mittelpunkt werden die Wahlen zum Präsidium stehen. Einziger Kandidat für den Posten des Präsidenten, der in der Struktur des Vereins sehr großen Einfluss auf alle Entscheidungen besitzt, ist der Amtsinhaber Werner Gegenbauer. In seiner Brust schlagen zwei Herzen, sagte der 70-Jährige kürzlich: „Eines schlägt für Hertha, das andere für Berlin. Ohne Hertha wäre mein Leben ärmer.“

Gegenbauer, der einst den Beruf des Gebäudereinigers erlernte, ist seit 2005 Vorsitzender des Aufsichtsrates seiner Unternehmensgruppe aus der Facility-Management-Branche, mit einem Jahresumsatz von 767,7 Millionen Euro (2019). Seit 2008 führt er Hertha BSC mit ruhiger, aber intern auch mal eiserner Hand. Unter seiner Ägide stieß der Klub nun in neue finanzielle Sphären vor und ist wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Bei den bisherigen Wahlen konnte er stets die große Mehrheit der Stimmen verzeichnen: 2008 (77,8 Prozent), 2012 (73,2 Prozent) und 2016 (83,0 Prozent). Gegenbauers erneute Wiederwahl gilt als absolut sicher.

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