Berlin - Peer Mock-Stümer hat noch keine Entscheidung über eine mögliche Kandidatur zum Präsidenten von Hertha BSC getroffen. Er befinde sich noch in einem „Abwägungsprozess“, sagte der 54-Jährige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass der Immobilien-Unternehmer der Top-Kandidat auf den vakanten Führungsposten beim Berliner Fußball-Bundesligisten sei. Mock-Stümer könnte demnach mit seinem derzeitigem Präsidiumskollegen Ingmar Pering als Stellvertreter eine Doppelspitze beim Berliner Krisen-Club bilden. Eine solche Kombination schloss Mock-Stümer nicht aus.

Beide Hertha-Funktionäre hatten bei der Mitgliederversammlung am Sonntag ein Misstrauensvotum mit respektablen Ergebnissen überstanden. Mit Fabian Drescher und Anne Jüngermann bilden beide die letzten vier verbliebenen Präsidiumsmitglieder der Hertha. Am Mittwoch will das Quartett zusammenkommen, um einen Interimschef zu küren. Nach dem Rücktritt von Club-Boss Werner Gegenbauer waren am Sonntag zunächst dessen Vize Thorsten Manske und am Montag auch Norbert Sauer von ihren Präsidiumsposten zurückgetreten.

Am 26. Juni wählen die Hertha-Mitglieder eine neue Führung. Bis sieben Tage zuvor müssen Kandidaten laut Satzung ihre Kandidatur ankündigen. Als sicher gilt bislang nur eine Bewerbung des ehemaligen Ultras und heutigen Unternehmers Kay Bernstein. Aufsichtsratschef Torsten-Jörn Klein und der bei den Fans sehr beliebte Ex-Profi Andreas Schmidt hatten am Sonntag betont, nicht kandidieren zu wollen.