BerlinWie übel es Borussia Mönchengladbach ergangen ist, seit man vor einem guten halben Jahrhundert als einer der ruhmreichsten Klubs Europas galt, konnte man vergangene Woche beobachten. Da war hierzulande anlässlich der Champions-League-Partie gegen Inter Mailand ständig von einem Büchsenwurf aus dem Jahr 1971 die Rede. In Mailand muss man vermutlich lange suchen, bis man jemanden findet, der irgendetwas über diese Sache weiß. In Mönchengladbach schleudert einem jeder Dreijährige, den man auf der Straße trifft, sofort ein hasserfülltes „Boninsegna“ entgegen. Seit nunmehr fast 50 Jahren versuchen die Borussia und ihre Fans erfolgreich zu verdrängen, dass der Inter-Stürmer Roberto Boninsegna damals ohne jeden Zweifel von einer Getränkedose, die ein Gladbach-Fan warf, am Kopf getroffen wurde. Ein Vorgang, der in fast jedem Wettbewerb der Welt den sofortigen Ausschluss nach sich ziehen würde. Die Borussen bekamen sogar noch ein Wiederholungsspiel, haben es aber vergeigt, worüber man auch nicht so gern redet.

Das Entscheidende aus den Augen verloren

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