Müde und unkonzentriert: Alba verliert in Bayreuth

Bei der 76:83-Pleite bei Medi Bayreuth in der Basketball-Bundesliga wirkte ALBA Berlin müde und unkonzentriert. „Uns fehlte die Energie und das führte zu mangelnder Konzentration“, sagte Manager Marco Baldi. ALBA lief fast immer einem Rückstand hinterher und leistete sich zu viele Ballverluste (16).

„Wir hatten in diesem Spiel weder in Defensive noch in der Offensive die Kontrolle gehabt“, fand Trainer Aito Garcia Reneses. Und auch in der Schlussphase, als die Berliner die Chance hatten, das Spiel noch zu drehen, wurde die Möglichkeit vergeben. „Wir standen nicht gut“, sagte Aito.

Die Strapazen der vielen Spiele in den letzten Wochen scheinen sich bemerkbar zu machen. Hinzu kommen wachsende Verletzungsprobleme. Kapitän Niels Giffey fällt mit einer Daumenverletzung mehrere Wochen aus, zuletzt fehlte Tim Schneider mit einem Infekt und gegen Bayreuth knickte im ersten Viertel auch noch Center Bogdan Radosavljevic um. „Das sieht nicht gut aus bei ihm“, schwant Baldi Böses.

Um den Reisestress zumindest etwas zu minimieren, kehrt ALBA nicht wieder nach Berlin zurück. Trainiert wurde am Sonntag in Bayreuth. Und von Franken geht es dann gleich weiter zum Eurocup-Auswärtsspiel bei Partizan Belgrad am kommenden Dienstag.

Beste Werfer Peyton Siva und Spencer Butterfield

Alba Berlin hatte am Sonnabend seine dritte Niederlage in der Basketball-Bundesliga kassiert. Am Samstagabend unterlagen die Berliner bei Medi Bayreuth mit 76:83 (30:38). Nach der Bayern-Pleite am vergangenen Sonntag war es die zweite Liga-Niederlage nacheinander. Beste Berliner Werfer waren Peyton Siva mit 20 und Spencer Butterfield mit 18 Punkten.

Beide Teams legten von Beginn an eine intensive Verteidigung auf das Parkett. Aber während Bayreuth seine Chancen nutzte, hatte ALBA große Probleme, sich gute Wurfpositionen zu erspielen. Hinzu kam, dass sie auch einige offene Würfe vergaben. Alba wirkte müde und unkonzentriert. So liefen die Berliner fast die gesamte erste Hälfte einem Rückstand hinterher. Der wuchs bis zur Pause auf acht Punkte an.

Nach seinem Infekt konnte Albazwar wieder mit Tim Schneider antreten, dafür hatte aber Center Bogdan Radosavljevic Pech, als er bereits im ersten Viertel umknickte. Danach war die Partie für ihn beendet. „Das sieht nicht gut aus bei ihm“, sagte Manager Marco Baldi bei Telekomsport in der Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kam Alba zunächst besser aus der Kabine, verkürzte bis auf drei Punkte (40:43). Doch danach schlichen sich wieder die alten Unkonzentriertheiten ein und die Gastgeber bauten ihre Führung wieder aus. In der Schlussphase wachte Alba ber noch einmal auf, kämpfte sich bis auf vier Punkte heran. Doch Bayreuth brachte am Ende den knappen Vorsprung über die Zeit. (dpa)