Berlin - Nach dem ersten Berliner Bundesliga-Derby haben Fans beider Mannschaften für unschöne Szenen im Stadion gesorgt. Hertha-Anhänger feuerten am Samstag nach der 0:1-Niederlage Raketen auf den Rasen und den gegnerischen Block.

Union-Spieler um Torwart Rafal Gikiewicz verhinderten wiederum einen Platzsturm von vermummten Fans aus dem Heimbereich.

Die Partie in dem mit 22 012 Zuschauern ausverkauften Stadion an der Alten Försterei war nach dem Abbrennen zahlreicher Pyro-Fackeln in beiden Fanblöcken und mehrerer abgefeuerter Leuchtraketen aus dem Hertha-Fanlager in der zweiten Halbzeit für mehrere Minuten unterbrochen worden.

Geschäftsführer Michael Preetz von Hertha BSC hat die Ausschreitungen verurteilt und sieht ein generelles Problem im Fußball. „Wir hätten es uns anders gewünscht, wir hätten uns stimmungsvollere Szenen gewünscht“, sagte der Manager nach der 0:1-Niederlage beim Stadtrivalen am Samstagabend. „Es gibt diesen grundsätzlichen Dissens von Vereinen und Fanlagern, die glauben, dass Pyrotechnik in ein Stadion gehört. Und Vereine glauben das nicht. Es gibt keinen Verband und keinen Verein, der diesem Thema Herr geworden ist. Wir hätten uns andere Szenen gewünscht.“

(dpa)