Riga - Nach dem Check gegen den Kopf des Eisbären-Stürmers Lukas Reichel ist Kasachstans Verteidiger Iwan Stepanenko bei der WM in Riga für ein Spiel gesperrt worden. Das gab der Weltverband IIHF am Freitag bekannt. Das Foul in der Anfangsphase der 2:3-Niederlage der deutschen Mannschaft gegen den Aufsteiger war auf dem Eis nicht geahndet worden, der 19-Jährige konnte nicht weiterspielen.

Drei Checks gegen den Kopf in vier WM-Partien

Es war bereits der dritte Check gegen den Kopf eines deutschen Spielers in den ersten vier Turnierpartien, nur einmal hatten die Schiedsrichter eine Strafzeit verhängt. Präsident Franz Reindl vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) hatte ein härteres Durchgreifen gefordert. „Da trifft die Schulter den Kopf, das geht nicht, das muss unterbunden werden!“, sagte er: „Das ist einfach ein No-Go.“

Bundestrainer Toni Söderholm wird vor dem fünften WM-Spiel gegen sein Heimatland Finnland nicht nur wegen Reichels Ausfall seine Mannschaft umbauen. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir frischen Wind in die Mannschaft reinbringen – auf alle Fälle“, sagte Söderholm vor der Partie am Samstag (19.15 Uhr, Sport1).

Reichel „hat richtig viele gute Eishockey-Jahre vor sich“

Bislang sind Verteidiger Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg) sowie die Stürmer Daniel Fischbuch (Düsseldorfer EG), John Peterka (Red Bull München) und Andreas Eder (Straubing Tigers) noch nicht zum Einsatz gekommen. Wer ins Team rückt, wollte Söderholm am Freitag noch nicht verraten.

Reichel gehe es „gut“, berichtete der Bundestrainer, stellte aber klar: „Er hat richtig viele gute Eishockey-Jahre vor sich, da werde ich nichts riskieren. Er kommt zurück, wenn er bereit ist, da bin ich eher vorsichtig.“