Berlin - Der Deutsche Eishockey-Bund hofft auf einen Einsatz von Top-Talent Lukas Reichel im nächsten WM-Spiel am Samstag gegen Finnland (19.15 Uhr, Sport1). Der 19 Jahre alte Stürmer vom Meister Eisbären Berlin hatte am Mittwoch beim 2:3 gegen Kasachstan einen nicht geahndeten Check gegen den Kopf einstecken müssen und konnte nach dem ersten Drittel nicht mehr spielen. „Dem Lukas geht es so weit gut. Wir beobachten ihn weiter. Bislang ist er nicht auffällig“, sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast am Donnerstag im Hinblick auf Untersuchungen zu einer möglichen Gehirnerschütterung.

DEB-Präsident Franz Reindl ist wegen des Checks immer noch aufgebracht

„Samstag vor dem Spiel wissen wir mehr“, sagte Künast weiter zu einem möglichen Einsatz gegen Finnland. „Das Gute ist: Wir haben zwei Tage Zeit. Wir werden das sehr sorgfältig prüfen, er ist hier in sehr guten Händen.“ Erstmals bei dieser WM in Riga hat das deutsche Team nun zwei Tage spielfrei. Den Donnerstag nutzte die Mannschaft zu einem Ausflug innerhalb der Turnier-Blase, an dem auch Reichel teilnahm.

DEB-Präsident Franz Reindl war am Donnerstag immer noch aufgebracht wegen des Fouls des Kasachen Iwan Stepanenko, das von den Schiedsrichtern übersehen wurde: „Ich könnte nicht verstehen, wenn dieser Check gegen Lukas nicht geahndet wird. Das geht nicht. Das muss unterbunden werden. Ein Check gegen den Kopf ist ein No-Go.“ Der Weltverband IIHF kann auch im Nachhinein die Attacke noch sanktionieren.