Demonstrationen vor der iranischen Botschaft gegen die Hinrichtung Afkaris.
Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin - Die Hinrichtung des Ringers Navid Afkari hat die Rufe nach einer Verbannung des Iran aus dem Weltsport neu entfacht. Trotz internationaler Proteste war das Todesurteil gegen den 27-Jährigen nach Behördenangaben am Sonnabend im Gefängnis Adel-Abad in der südiranischen Stadt Schiras vollstreckt worden. Athleten-Verbünde und Menschenrechtler forderten Sanktionen gegen den Iran und nahmen auch das Internationale Olympische Komitee in die Pflicht. Der Iran verdiene „nicht länger das Privileg, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen“, mahnte die Sportler-Union „Global Athlete“.

US-Außenminister Mike Pompeo verurteilte die Hinrichtung Afkaris als „abscheulichen Angriff auf die Menschenwürde“. Bärbel Kofler, die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, zeigte sich „zutiefst bestürzt“. Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann reagierte betroffen. „Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Strafe vollzogen wurde, ohne dem Angeklagten einen fairen Prozess als eines der grundlegenden Menschenrechte zu gewähren“, sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes. Die World Players Association versicherte: „Wir sind fest entschlossen, dass Navid sein Leben nicht umsonst verloren hat.“

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