Berlin - Nach dem offenen Brief von vier Eissprintern mit heftiger Kritik an der Verbandsspitze gibt es keine Sanktionen durch die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft. „Wir freuen uns über die deutlich formulierte inhaltliche Einsicht aller Athleten. Daher brauchen wir natürlich auch keine Sanktionen auszusprechen“, sagte DESG-Präsident Matthias Große am Montag. Er hatte ursprünglich Konsequenzen für Joel Dufter, Stefan Emele, Hendrik Dombek und Jeremias Marx angekündigt, die sich öffentlich über die Ausbootung von Sprint-Bundestrainer Danny Leger beschwert und dem Verband mangelnde Kommunikation vorgeworfen hatten.

Bei einem offenen Gespräch wurden die Meinungsverschiedenheiten beigelegt. Wie die DESG am Montag mitteilte, wurde am 17. Februar in einem Gespräch des Präsidiums mit den Athleten über den zukünftigen Weg ein „strategischer und inhaltlicher Erfolg“ erzielt. Ihre Kernfragen seien ausreichend beantwortet, und sie seien nun „auf einem Kenntnisstand, wie wir mit dem Verband und seiner neuen Führung zu kommunizieren haben“, sagten die Eissprinter laut DESG-Mitteilung nach dem Gespräch via Zoom-Konferenz. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, dem Verband durch die Art und Weise der Kritik zu schaden, erklärten die Athleten.

DESG-Präsident Große spricht von „konstruktiver Gesprächsrunde“

Große bezeichnete den Austausch als „konstruktive Gesprächsrunde“, in der „alles angesprochen wurde, was die Sportler bewegt. Die bestehenden Unklarheiten konnten aus dem Weg geräumt werden.“ Zukünftig würden Verbandsinterna auch immer als solche behandelt. „Bei unterschiedlichen Meinungen dürfen und werden dann auch mal die Fetzen fliegen. Wichtig aber ist, dass wir immer fair und ehrlich miteinander umgehen und stets unser gemeinsames Ziel verfolgen: den maximalen sportlichen Erfolg“, sagte der DESG-Präsident.