Nach Mitgliederbeschluss: Hertha kritisiert WM-Vergabe

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat Kritik an der Vergabe und Durchführung der Weltmeisterschaft in Katar geübt. „Hertha BSC steht als Verein für Vielfalt, T...

ARCHIV - Anwesende Mitglieder von Hertha BSC vor der Versammlung.
ARCHIV - Anwesende Mitglieder von Hertha BSC vor der Versammlung.Andreas Gora/dpa

Berlin-Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat Kritik an der Vergabe und Durchführung der Weltmeisterschaft in Katar geübt. „Hertha BSC steht als Verein für Vielfalt, Toleranz, Nachhaltigkeit und Weltoffenheit“, heißt es in der öffentlichen Stellungnahme vom Sonntag, „zu unseren Grundsätzen gehören die Einhaltung der Menschenrechte ebenso wie die Ablehnung rassistischen oder diskriminierenden Verhaltens sowie Gewalt. Diese Werte und Grundsätze finden sich aus unserer Sicht im Gastgeberland der diesjährigen WM nicht wieder. Daher kritisieren wir die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Katar und halten die Ausrichtung dort für falsch.“

Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag hatten die Mitglieder für eine öffentliche Stellungnahme des Vereins zur WM-Vergabe und Austragung gestimmt. Hertha-Präsident Kay Bernstein, der den Brief gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten Fabian Drescher unterschrieben hat, hatte nach der Versammlung gesagt, dass er nach der Verfassung der Stellungnahme nicht mit weiteren Schritten rechne.

In der Stellungnahme wird aber auch Verständnis gezeigt, da eine WM „sicher das größte Ziel eines jeden Fußball-Profis und Trainers“ sei. Neben den sportlichen Wünschen hofft der Berliner Verein darauf, „dass durch die weltweite Aufmerksamkeit in diesen Wochen eine kritische Auseinandersetzung mit diesen wichtigen gesellschaftspolitischen Themen in Katar stattfindet und diese zu nachhaltigen Veränderungen führen wird“.