BerlinSchon einen Tag vor dem Spiel hatte Moritz Morawski gesagt, dass die endgültigen Entscheidungen sehr kurzfristig fallen würden. Und auch wenn Alba Berlins Teamarzt am Donnerstag elf Spielern grünes Licht für einen Einsatz im Euroleague-Spiel gegen den FC Barcelona geben konnte, hatte er im Vorfeld darauf hingewiesen, dass das nicht automatisch heißt, dass diese Spieler im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Nach 17 Tagen ohne Mannschaftstraining war das bei der 67:103-Heimniederlage auch deutlich zu sehen.

Während Peyton Siva noch immer in häuslicher Quarantäne weilte, waren Johannes Thiemann, Louis Olinde und Maodo Lo zwar in der Arena im Ostbahnhof, konnten ihrer Mannschaft aber ebenfalls nicht helfen. Die konnte die Anfangsphase der Partie relativ offen gestalten, bekam aber bereits im ersten Viertel mit zunehmender Spieldauer im Angriff Probleme, gegen die früh verteidigenden Spieler des FC Barcelona, gute Würfe zu kreieren. Unter den Körben waren die Berliner deutlich unterlegen, verloren am Ende das Reboundduell deutlich mit 21:39. Vor allem Superstar Nikola Mirotic war nicht zu stoppen. 18 Punkte erzielte der Flügelspieler und konnte aufgrund des einseitigen Spielverlaufs sogar zwischendurch geschont werden. 

Alle Viertel gingen an die Gäste, drei davon mit acht Punkten Differenz, das erste sogar mit zwölf Zählern Unterschied. Auf Seiten der Gastgeber konnte Simone Fontecchio zumindest mit 17 Punkten offensiv überzeugen. Ihm, aber auch dem Rest das Teams, war nach dem Spiel deutlich anzusehen, dass nach 14 Tagen Quarantäne und nur drei Tagen Teamtraining noch die Energie fehlt, um so eine Partie offener zu gestalten. Viel Zeit zur Regeneration bleibt aber nicht: Am Sonntag (15 Uhr) startet Alba Berlin mit einem Heimspiel gegen Frankfurt in die neue Bundesliga-Saison.