Wien - Sieben deutsche Vereine in der Champions League? Zumindest träumen dürfen die deutschen Fußball-Fans ab 2024 von einer von der Bundesliga geprägten Königsklasse.

Durch die Reform der Europapokal-Wettbewerbe haben die deutschen Clubs zumindest eine reelle Chance, fünf Champions-League-Starter zu stellen: Die vier besten Vereine, die auch jetzt schon direkt für die Gruppenphase qualifiziert sind - und einen weiteren, den Bundesligafünften, wenn die deutschen Clubs in der Vorsaison mit am besten abgeschnitten haben.

Zwei der ab 2024 vier zusätzlichen Starter kommen aus den beiden Nationalverbänden, die in der Spielzeit zuvor die meisten Punkte in den Europapokal-Wettbewerben gesammelt haben. Deutschland gehörte in der Spielzeit 2019/20 dazu, als der FC Bayern die Königsklasse gewann. Die genaue Punktevergabe werde noch festgelegt, sagte UEFA-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti. Derzeit gilt das Koeffizienten-System. In der aktuellen Saison würden England und die Niederlande profitieren - Holland auch wegen des Finaleinzugs von Feyenoord Rotterdam in der Conference League.

Der Sieger der Europa League und der Titelverteidiger sind ebenfalls in der folgenden Saison in der Königsklasse startberechtigt. Das gilt auch jetzt schon, weshalb die Frankfurter Fans noch einen Grund mehr haben, auf den Gewinn des Europa-League-Endspiels am 18. Mai gegen die Glasgow Rangers zu hoffen. Einen zusätzlichen Königsklassen-Startplatz gibt es aber nur, wenn der Sieger des jeweiligen Europapokals nicht ohnehin über die Liga qualifiziert ist, in Deutschland also einen der ersten vier Plätze belegt. Bei der Eintracht wäre das der Fall.

Sieben deutsche Starter werden deshalb möglich, wenn sowohl die Champions League als auch die Europa League von deutschen Vereinen gewonnen werden, diese aber nicht unter die ersten fünf der Bundesliga kommen - und wenn Deutschland in der Vorsaison eine der besten beiden Nationen war.