Nach Sorgen um Sotola: BR Volleys geben leichte Entwarnung

Der souveräne Sieg rückt bei den BR Volleys schnell in den Hintergrund. Die Berliner bangen um einen Leistungsträger. Doch offenbar war es Glück im Unglück.

ARCHIV - Berlins Marek Sotola jubelt nach einem Punkt.
ARCHIV - Berlins Marek Sotola jubelt nach einem Punkt.Andreas Gora/dpa/Archivbild

Berlin-Viel Freude über den ungefährdeten Sieg wollte bei den Berlin Volleys nicht aufkommen. Nach dem 3:0 (25:14, 25:12, 25:20) gegen die Grizzlys Giesen am Samstag war vielmehr die Sorge um Diagonalangreifer Marek Sotola allgegenwärtig. Der 23-Jährige, einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft, war früh verletzt ausgeschieden. Doch am Sonntag gab es dann leichte Entwarnung: Bei einer Untersuchung durch Vereinsarzt Oliver Miltner sei kein Bänderriss im Sprunggelenk von Sotola festgestellt worden, teilte der Club mit. Eine abschließende Untersuchung soll am Montag endgültige Klarheit bringen.

„Wir brauchen Marek für unsere nächsten Aufgaben: gesund und in Form“, meinte Mittelblocker Anton Brehme schon nach dem Spiel. Sotola hatte sich im ersten Satz beim Stande von 18:9 verletzt. Bei einem Angriffsversuch knickte er um. Nach kurzer Spielunterbrechung trugen ihn die Mitspieler vom Feld.

Sotola hat bei den BR Volleys die Nachfolge des US-Amerikaners Benjamin Patch angetreten, der sich eine Auszeit vom Volleyball gönnt. Mit seinen aktuellen Leistungen bewegt sich der 2,08 Meter große tschechische Nationalspieler längst auf höchstem Bundesliga-Niveau. Mit 82 Punkten ist er der Topscorer der Liga.

Nach Sotolas Ausscheiden kam für ihn gegen Giesen der bisher wenig in Erscheinung getretene Brasilianer Matheus Krauchuk zum Einsatz. Er wurde auf Anhieb punktbester Spieler seines Teams (11 Punkte) und bot gegen den allerdings indisponierten Gegner eine grundsolide Vorstellung. „Ich habe hart trainiert, um Spielanteile zu bekommen“, sagte Krauchuk und lobte das große Gesamte: „Giesen hat sich im dritten Satz etwas aufgebäumt, aber wir sind nie ins Wanken gekommen.“

Auch Johannes Tille, sonst auf seiner Position im Schatten des Spaniers Angel Trinidad, durfte diesmal durchspielen. Er wurde danach zum wertvollsten Spieler der Partie (MVP) gekürt. Daraus leitet der 25-Jährige nun gewisse Ansprüche ab. „Es war mein Ziel, dem Trainer zu zeigen, dass ich reif bin für die Champions League“, sagte er. Ob das Trainer Cedric Enard auch so sieht, wird sich schon am Mittwoch zeigen, wenn die BR Volleys in der Königsklasse bei Halkbank Ankara auflaufen. Ob Sotola auf dem Weg in die Türkeii ist, soll sich auch am Montag entscheiden.