Berlin - Ein Teil der organisierten Anhänger des Berliner Oberligisten Tennis Borussia denkt darüber nach, aus Protest gegen einen Investor dem Verein den Rücken zu kehren. Mehrere Mitglieder der „Abteilung Aktive Fans (TBAF)“ sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass es Gedankenspiele über neue Strukturen bis hin zu einer Vereinsneugründung im Sommer gebe.

Bereits seit der Rückrunde besuchen die abtrünnigen Anhänger nicht mehr die Heimspiele des früheren Bundesligisten TeBe, sondern haben sich als „kleine engagierte Fanszene“ anderen Abteilungen oder Vereinen zur Verfügung gestellt. Diese unterstützen sie im Rahmen einer „Caravan of Love“ genannten Tour.

Die Anhänger werfen dem Vorstandsvorsitzenden und Geldgeber Jens Redlich vor, den Traditionsverein aus Berlin-Charlottenburg gekapert zu haben. Bei einer Mitgliederversammlung Ende Januar waren fünf Kandidaten, die als Unterstützer Redlichs gewertet werden, in einer Kampfabstimmung gegen Kandidaten von Fans in den Aufsichtsrat gewählt worden. Redlich sagte der Deutschen Presse-Agentur, er befürchte, die Gruppe würde den Verein politisch instrumentalisieren: „Fanthemen dürfen durchaus im Stadion eine Rolle spielen, aber nicht in der Vereinsführung.“

Mit der Vereinsneugründung würden die TeBe-Fans Beispielen aus Manchester, Wimbledon, Salzburg, Leipzig oder Hamburg folgen. (dpa)