Berlin - Der slowakische Eishockeyverband SZLH hat bisher kein großes Interesse daran gezeigt, Belarus als Co-Veranstalter der Weltmeisterschaft im Mai und Juni zu ersetzen. Gegenüber den beiden Nachrichtenagenturen TASR und Sita wollte der Verband vorerst nicht einmal bestätigen, dass es dazu Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband IIHF gegeben habe.

Auf der Internetseite des Landesverbandes kommentierte SZLH-Präsident Miroslav Satan am Montagabend relativ kühl die Entscheidung des Weltverbandes, Belarus die WM-Organisation zu entziehen: „Wir nehmen die Entscheidung der IIHF zur Kenntnis (...) und sind überzeugt, dass die IIHF alles unternimmt, damit die WM in diesem Jahr stattfinden kann.“ Die Nachrichtenagentur TASR wies darauf hin, dass die Austragung der Weltmeisterschaft in diesem Jahr für die Slowakei nicht sehr attraktiv wäre, weil das Turnier voraussichtlich ohne Zuschauer stattfinden müsste.

Kritik auch wegen mangelnder Corona-Schutzmaßnahmen

IIHF-Präsident René Fasel hatte die Slowakei und Dänemark als mögliche Partner Lettlands für die diesjährige Eishockey-WM genannt. Die WM 2021 sollte vom 21. Mai bis 6. Juni im lettischen Riga und im belarussischen Minsk stattfinden. Nach monatelangen Protesten entschied sich jedoch der Eishockey-Weltverband IIHF, Co-Gastgeber Belarus die Weltmeisterschaft in diesem Jahr zu entziehen.

Machthaber Alexander Lukaschenko steht wegen schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit international in der Kritik. Die EU erkennt ihn seit der als gefälscht eingestuften Präsidentenwahl vom 9. August nicht mehr als Präsident an. Zudem steht Belarus auch wegen mangelnder Corona-Schutzmaßnahmen in der Kritik.