Berlin - Die Musik- und Lichtshow in der Potsdamer MBS-Arena kam gut rüber. Im Livestream des neuen Volleyball-Bundesliga-Medienpartners hatte der Auftritt der Netzhoppers Königs Wusterhausen einen frischen Anstrich - und auch die Mannschaft tat das, was sie sich vorgenommen hatte: Sie überzeugte auf dem Volleyball-Feld. Daher kam das Mutmacher-Kompliment von Berlins Trainer völlig zu Recht. „Die Netzhoppers werden in dieser Saison noch eine gute Rolle spielen“, sagte Cedric Enard. Seine Mannschaft, die BR Volleys, hatten zuvor im Berlin-Brandenburg-Derby reichlich Arbeit gegen das Team aus Königs Wusterhausen gehabt. Am Ende setzte sich der deutsche Meister mit 3:1 (25:23, 19:25, 25:19, 27:25) durch, gab jedoch im siebten Spiel dieser Saison erstmals einen Satz ab.

In ihrem fünften Saisonspiel konnten die Netzhoppers erstmals keinen Punkt erobern. Dank ihres couragierten Auftritts gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter verließen sie die MBS-Arena in Potsdam aber auch mit Stolz und Zuversicht. „Wir haben eine gute Mannschaft und eine sehr gute Breite im Kader“, sagte Angreifer Dirk Westphal. Theo Timmermann brachte die Berliner mit seinen Aufschlägen arg in Bedrängnis.

BR Volleys können Tiebreak verhindern

Die BR Volleys mussten sich mächtig anstrengen, um am Ende nicht in einen Tiebreak zu geraten. Dementsprechend genügsam gab sich Volleys-Außenangreifer Samuel Tuia. „Wichtig sind die drei Punkte“, sagte er. Im Vergleich zu ihrer starken Vorstellung eine Woche zuvor gegen die Volleys Herrsching (3:0) hatten die Berliner ihre Startformation auf zwei Positionen verändert. Tuia vertrat den zuletzt formstarken Cody Kessel, der zuletzt erkrankte Benjamin Patch kam auf der Diagonalposition wieder für Marek Sotola zum Zuge.

„Beide waren eine Bereicherung“, urteilte Enard. Patch war mit 20 Punkten erfolgreichster Angreifer seines Teams. Tuia, von einer Wadenverletzung genesen, steuerte wie auch seine Mitspieler Ruben Schott und Jeffrey Jendryk 13 Punkte zum Sieg bei. „Speziell im Aufschlag habe ich noch nach meinem Rhythmus gesucht“, sagte Tuia jedoch nach seinem ersten Spiel in dieser Saison.

Die BR Volleys stehen als nächstes am Mittwoch daheim im Spitzenspiel gegen die United Volleys Frankfurt auf dem Prüfstand. Ein besonders knackiges Programm erwartet die Netzhoppers. Sie treten am Mittwoch bei den Volleys Herrsching an und stehen knapp 24 Stunden später schon wieder zum nächsten Bundesliga-Duell beim TSV Haching München auf dem Feld. Als wäre das nicht schon genug Belastung, empfangen die Brandenburger am Sonntag den VfB Friedrichshafen im Achtelfinale des DVV-Pokals. In dem Wettbewerb also, in dem sie vorige Saison ziemlich überraschend die Berliner im Viertelfinale ausgeschaltet hatten.