Diese Aufgabe hat Svetislav Pesic schon mal mit Bravour gemeistert. Sie war nicht einfach, schließlich hieß der andere am Tisch Ingo Weiss. Der ist Präsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) und äußert sich gern auch etwas ausführlicher in der Öffentlichkeit. Bei der Präsentation des Basketball-Bundestrainers in Berlin-Mitte sprach vor allem eben dieser: Svetislav Pesic.

Als zum Beispiel die Frage aufkam, wie er sein neues Amt und seinen Posten als Klubcoach bei Roter Stern Belgrad koordinieren werde, und als zunächst nicht ganz klar war, wer antworten solle, entschied Pesic: „Ich möchte.“ Und führte aus: „Ich bin überzeugt, dass der DBB einen hauptamtlichen Trainer braucht. Aber es ist nicht einfach, einen Trainer mit den Qualitäten eines Svetislav Pesic zu finden.“ Also muss es erst einmal so gehen.

Noch für diese und die nächste Saison gilt der Vertrag des 62-Jährigen mit Roter Stern. „Danach gehen wir auf den 24-Stunden-Trainer“, sagte Weiss, als er mal dazu kam. Bis dahin ist Pesic auf die Zuarbeit des DBB und dessen Sportdirektors Peter Radegast angewiesen. „Ich werde ihn bitten, mich in Belgrad zu besuchen, wenn etwas ist.“ 

Pesic denkt perspektivisch 

Seine Schwerpunkte hat Pesic aber schon gelegt. „Die wichtigste Sache ist, dass der DBB in der Jugendarbeit weiterarbeiten muss“, sagte der Serbe. In den kommenden Tagen nimmt er  Kontakt auf zu den Trainern der Nachwuchsteams beim DBB, Frank Menz, Kay Blümel und Harald Stein. „Wir werden Gespräche darüber führen, was wir besser machen können.“

Pesic bleibt sich treu, er denkt nicht nur an die Auswahl, das A-Team, sondern in Strukturen und perspektivisch. Obwohl die vertragliche Konstruktion mit dem DBB auf Etappen angelegt ist. Zunächst wollen sie sich nach der Qualifikation zur EM 2013 zusammensetzen und eine Zwischenbilanz ziehen. Die Duelle gegen Luxemburg, Bulgarien, Schweden und Aserbaidschan finden in diesem August und September statt.

Eine erneute  Auswertung gibt es nach der Europameisterschaft. So soll es über die WM 2014 und die EM 2015 weitergehen bis Olympia 2016. Im Idealfall, wie Pesic hervorhebt.

Nächste Seite: „Dirk Nowitzki ist immer ein Thema“