BerlinInzwischen fühlt sich Eric Franke in Sigulda fast schon heimisch. Seit zehn Tagen weilt der 31 Jahre alte Bob-Anschieber mittlerweile mit dem deutschen Team in Lettland, fünf weitere kommen noch dazu. Am vergangenen Wochenende hat die Weltcupsaison begonnen. Aber anders als sonst reist der Tross nicht wöchentlich von Ort zu Ort. Um die Reiseaktivitäten und somit das Infektionsrisiko zu senken, wurden die Wettkämpfe auf sieben Orte – die WM in Altenberg mitgezählt – komprimiert. In Sigulda stehen insgesamt vier Rennen an. „Wir haben wirklich viel Freizeit hier“, sagt der Berliner, „die wir nur leider nicht so richtig nutzen können.“ Denn: Kontakte zu Sportlern aus anderen Ländern gibt es in diesen Zeiten praktisch nicht.

Unterschiedliche sogenannte Blasen sollen sicherstellen, dass das Hygienekonzept funktioniert. Zunächst wurden alle Anwesenden vor und nach der Abreise einem Coronatest unterzogen. Dann müssen die jeweiligen Länder sicherstellen, dass sie Kontakte zu Sportlern, Trainern und Betreuern anderer Nationen vermeiden. Und nicht zuletzt bildet jede Schlittenbesatzung einen engen Zirkel. Entsprechend ist Franke zusammen mit seinem Piloten Johannes Lochner und Anschieber-Kollegen Christian Rasp in einem Zimmer untergebracht. Lagerkoller ist bislang nicht ausgebrochen. Zwei Rennen im Zweierbob fanden am Wochenende statt, Lochner landete je einmal mit Franke und Rasp auf Rang zwei. Am kommenden Wochenende wird es darum gehen, Seriensieger Francesco Friedrich zu schlagen. Rennen im Viererbob wird es dann erst im kommenden Jahr geben – wegen der erschwerten Einhaltung der Hygieneregeln.

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