Mexico City - Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat vor dem Großen Preis von Mexiko am Sonntag Kritik an der Rennserie geübt. Angesprochen auf seinen vermeintlichen Frühstart beim Rennen im japanischen Suzuka sagte Vettel: „Unter dem Strich ist unser System, einen Frühstart nachzuweisen, nicht mal amateurhaft. Die Formel 1 muss sich an der der Leichtathletik ein Beispiel nehmen, wo es relativ klar geregelt ist. Bei uns gibt es zu viel Toleranz.“

Der Ferrari-Pilot hatte nach einer ungewöhnlich langen Rot-Phase auf der Pole stehend seinen Boliden sehr früh losrollen lassen, das automatische System der FIA erkannte aber keinen Frühstart Vettels, da sich dessen Reaktionszeit noch innerhalb des erlaubten Rahmens bewegte. 

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas zuckte dagegen ein wenig später und auf gut Glück, wie die Daten aus dem Cockpit zeigen. Der Finne spekulierte darauf, dass die Ampeln bald auf Grün springen werden und trat im genau richtigen Moment aufs Gaspedal. Bottas zog beim Start an Vettel und dessen Teamkollegen Charles Leclerc vorbei und gewann das Rennen. (shh)