München - Man kann in der Auseinandersetzung mit dem FC Bayern sehr, sehr viel richtig machen, aber dennoch als Verlierer vom Platz gehen. Das hat sich an diesem wunderschönen Herbstnachmittag bei der Premiere des 1. FC Union in der wunderschönen, natürlich mit 75000 Zuschauern ausverkauften Münchner Arena gezeigt. Die Elf von Urs Fischer wirkte zu keinem Zeitpunkt dieser Partie überfordert, arbeitete mit Herz und Hirn gegen die spielerische Überlegenheit des deutschen Rekordmeisters an, ja ärgerte die Bayern gewaltig, doch letztlich beendete Schiedsrichter Marco Fritz beim Stand von 2:1 (1:0) für den Gastgeber dieses Kräftemessen zwischen dem erfolgsgewöhnten Großklub und dem noch immer vom Glück des Moments getragenen Aufsteiger.

Die Widerstandskämpfer aus Köpenick agierten zunächst aus einer 4-2-3-1-Formation heraus, was für Keven Schlotterbeck, der beim Sieg gegen Freiburg noch von Beginn mitwirken durfte, einen Platz auf der Ersatzbank zur Folge hatte. Für ihn rückte Felix Kroos ins Team, der mit Robert Andrich in der Zentrale die Spiellust von Thomas Müller und Coutinho hemmen sollte. Dieser taktische Ansatz von Fischer war mutig, aber wohl auch richtig, wenn man in München nicht umgehend unter Druck geraten will. Und tatsächlich: Union lief nicht nur hinterher, erzwang Ballbesitz durch frühes Stören. Ja, ein klein wenig durften die Bayern schon gestaunt haben, dass der Liganeuling mit sehr viel Energie statt mit der üblichen Ehrfurcht zu Werke ging.

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