Niemeier-Trainer warnt: „Nicht von Wimbledon blenden lassen“

Der Trainer von Tennis-Hoffnung Jule Niemeier hat vor zu hohen Erwartungen bei den anstehenden US Open gewarnt.

ARCHIV - Joanne Züger...nicht Jule Niemeier!!!
ARCHIV - Joanne Züger...nicht Jule Niemeier!!!Frank Molter/dpa

New York-Der Trainer von Tennis-Hoffnung Jule Niemeier hat vor zu hohen Erwartungen bei den anstehenden US Open gewarnt.

„Man darf nicht den Fehler machen, sich vom Wimbledon-Turnier blenden zu lassen und zu denken: Der Schritt kam jetzt schnell, dann wird der nächste Schritt auch so schnell kommen“, sagte Coach Christopher Kas der Deutschen Presse-Agentur.

Die 23-jährige Niemeier war in Wimbledon erst im Viertelfinale gegen ihre deutsche Kollegin Tatjana Maria (35) ausgeschieden. „Das Schlimmste wäre, diesen großen Erfolg jetzt wieder zu erwarten“, warnte Kas, der diese Gefahr auch bei seiner Athletin sieht: „Natürlich sieht man die Welt nach so einem Erfolg ein bisschen anders, die Erwartungen an einen selbst ändern sich.“

Rittner: Niemeier hat „noch Luft nach oben“

Niemeier, die als 108. der Weltrangliste gerade so ins Hauptfeld der US Open gerutscht ist, trifft in der ersten Runde auf Sofia Kenin. Die Amerikanerin gewann 2020 die Australian Open. In ihren Bewegungsabläufen habe Niemeier auf Hartplatz „noch Luft nach oben“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner, „nichtsdestotrotz bin ich Fan von Jule, von der Art und Weise, wie sie spielt“.

Kas betreut die Dortmunderin seit fünf Monaten und hat davor schon Sabine Lisicki und Mona Barthel gecoacht. Er glaubt, dass Niemeier noch etwa anderthalb Jahre benötigt, „bis sie in vielen Bereichen anfangen kann, ihr bestes Tennis zu spielen“.