Berlin - Der Mann besitzt auch in äußerst komplizierten Zeiten Humor. Auf die Frage nach seiner eigenen Vergangenheit als Fußballer sagte Hermann Winkler, 57, der am Donnerstagabend bis 2022 als kommissarischer Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) gewählt wurde, dieser Zeitung: „Ich war Verteidiger beim FC Landtag, der Mannschaft des sächsischen Parlaments.“ Und wie gut waren seine Leistungen auf dem Rasen? „Na ja, Angebote anderer Vereine, etwa von Dynamo Dresden, habe ich keine bekommen“, ist die lockere Antwort von Winkler, der aus Grimma nahe Leipzig stammt.

Das Präsidium des NOFV hatte Winkler in geheimer Abstimmung und bei einer Präsenzveranstaltung in einem Hotel in Rangsdorf bereits im ersten Wahlgang mit acht Stimmen zum neuen Chef gekürt. Die beiden Mitbewerber um den Posten, Berlins Fußball-Präsident Bernd Schultz und NOFV-Schatzmeister Jens Cyrklaff, bekamen je drei Stimmen. „Das war ein fairer Wettbewerb unter uns drei Kandidaten“, sagte Winkler, „vor uns allen steht ein ungeheurer Berg an Aufgaben.“ Die Neuwahl war notwendig geworden, weil der ehemalige Präsident Erwin Bugar aus Magdeburg im Dezember 2020 in Alter von 68 Jahren gestorben war.

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